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Nein zur Rentenreform Altersvorsorge bleibt eine der grössten Herausforderungen

Der Bundesrat will rasch eine neue Vorlage aufgleisen – und sich dafür bald mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen.

Legende: Video Alain Berset: «Ich bleibe hoch motiviert» abspielen. Laufzeit 1:29 Minuten.
Vom 24.09.2017.

Nachdem die Reform der Altersvorsoge gescheitert ist, will Bundesrat Alain Berset rasch eine neue Vorlage aufgleisen. Er werde bald mit allen Beteiligten an einene Tisch sitzen und die nächsten Schritte vorbereiten, sagte er vor den Bundeshausmedien.

Die Diskussion über die Modernisierung und die Finanzierung der Altersvorsorge wäre ohnehin weitergeführt worden, sagte Berset. Nun gehe sie unter veränderten Vorzeichen weiter. Die Probleme von 1. und 2. Säule seien ungelöst. Es bleibe das Ziel, diese anzupassen und zu modernisieren. Die Altersvorsorge bleibe eine der grössten Herausforderungen für die Schweiz.

Probleme werden grösser

Wie der Fahrplan aussieht und ob der Bundesrat wieder ein Paket aus 1. und 2. Säule vorlegt, konnte Berset noch nicht sagen. Zunächst müsse das Abstimmungsresultat analysiert werden. Klar ist für den Innenminister lediglich, dass die Probleme der Altersvorsorge laufend grösser werden und dass sich der AHV-Fonds ständig weiter leert.

Seit 20 Jahren habe es in der Altersvorsorge keine Reformen gegeben. Nun seien alle gefordert, sagte Berset. «Eine mehrheitsfähige Reform vors Volk zu bringen, ist nicht so einfach.»

«Ich bleibe hochmotiviert»

Die Niederlage an der Urne nimmt Berset nicht persönlich. Es sei eine Herausforderung für die Institutionen, das habe wenig zu tun mit Personen. «Ich bleibe hochmotiviert», betonte er.

Berset war in den letzten Wochen wegen seiner zahlreichen öffentlichen Auftritte kritisiert worden. Vor den Medien verteidigte er sein Engagement. Die Altersvorsorge sei eine grosse Herausforderung, es brauche dringend eine Lösung. «Es war eine gute Sache, sich so stark zu engagieren», sagte Berset. Ausserdem habe das Parlament bei seiner Wahl gewusst, dass er sich immer mit Leidenschaft für die Dossiers engagiere.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Die steigenden Kosten mit einer Erhöhung der MWST zu speisen ist ein Buebetrickli. Die Frage ist doch ob dieses System noch finanzierbar ist auf diesem Nieveau. Die Politiker machen sich selbst etwas vor wenn sie behaupten das Niveau zu halten. Die Alterspyramide zeigt das Problem klar dass dieses System gescheitert ist. Die NB mit Negativzinsen von AHV- und Pensionskassen hilft bei der Zerstörung und betreibt aktive Rentenvernichtung denn ohne Zinsen können Renten nicht finanziert werden.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wenn auch knapp, aber das Stimmvolk hat diese Vorlage richtig und klar analysiert und NEIN gesagt! Wer unsere AHV langfristig als wichtigstes Sozialwerk sichern will, der kann nicht "Geschenke" an Jungrentner auszahlen (70.- Fr. pro Monat!), das Rentneralter tief belassen und einfach die MWSt. laufend erhöhen! Jede Versicherung muss gedeckt und sicher bleiben! Das soll auch für unsere AHV in Zukunft so bleiben! Jetzt muss der BR und das Parlament an die Arbeit und es besser gestalten!
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Mit allen an den Tisch setzen? Was meint der Mann da? Mit allen Reichen und Arbeitgebern? Es müssten aber IV Rentner, AHV Rentner mit EL und Sozialhilfeempfänger mitreden. Denn die sind am meisten betroffen, während millionenschwere Bonzen keine Geldsorgen im Alter haben. Ich glaube unsere Regierung in Bern hat nicht verstanden, was dieses NEIN bedeutet. Es geht nicht um ein paar Franken mehr Abzug, es geht darum, dass man mit so einer Almose nicht über die Runde kommt!
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    1. Antwort von Dölf Meier (Meier Dölf)
      Aber bitte nicht vergessen, jeder Franken muss zueerst reinkommen bevor er ausgegeben werden kann.
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