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Stipendien-Initiative Gleiche Bildungschancen für alle?

Nicht alle, die studieren wollen haben die Mittel dazu. Sie brauchen Stipendien. Ob und wie viel Geld es gibt, das ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Dieser Ungleichbehandlung soll die Stipendieninitiative, die am 14. Juni zur Abstimmung kommt, ein Ende machen.

Legende: Video Stipendieninitiative: Befürworter starten Kampagne abspielen. Laufzeit 1:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.04.2015.

Nicht alle Schweizer haben die gleichen Bildungschancen. Denn die Kantone gewähren Stipendien sehr unterschiedlich. Wer aus dem Kanton Thurgau, Schaffhausen oder Nidwalden komme, habe heute nicht nur weniger Chancen auf ein Stipendium als jemand aus der Waadt, aus Basel-Stadt oder dem Jura. Auch der Ansatz sei tiefer, sagt Lea Oberholzer Kampagnenleiterin der Stipendieninitiative.

Es brauche die Initiative, damit jeder junge Mensch eine Ausbildung gemäss seinen Fähigkeiten und seiner Motivation absolvieren könne und nicht gemäss dem Portemonnaie seiner Eltern, so der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard.

«Nicht finanzierbar»

Mit der Initiative will der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) erreichen, dass künftig der Bund die Vergabe von Stipendien an Studierende der Hochschulen und der höheren Berufsbildung regelt. Der Bund müsste für die Tertiärstufe festlegen, wer unter welchen Bedingungen wie viel erhält.

Die Höhe der Beiträge würde im Gesetz festgelegt. Die Initianten beziffern die Ausbildungs- und Lebenskosten für Studierende auf jährlich rund 24'000 Franken.

Die bürgerliche Mehrheit im Parlament sieht das anders. Der freisinnige Nationalrat Christian Wasserfallen sagt Nein zur Stipendien-Initiative. Weil die Kantone bereits ein Konkordat gebildet hätten, sei die Initiative gar nicht mehr nötig, sagt Wasserfallen. Zudem sei sie gar nicht finanzierbar, bilanziert der Berner Nationalrat.

12 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Die Verteilung von Studienplätzen sollte überdacht werden.Viele bekommen einen Platz NICHT weil sie fähiger sind,sondern weil sie keine Stipendien brauchen.Sie besetzen Studienplätze für Jahre,weil sie lieber immer wieder Auszeiten nehmen u Ferien machen.Mehr Stipendien nützen nichts wenn die Plätze nicht vorhanden sind.Aber eben eine weitere Mogelpackung um das Volk auszunehmen.Wir haben bezahlt,die Empfänger lachen sich ins Fäustchen u der vorgegaukelte Empfänger sieht gar nichts davon.
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  • Kommentar von Uli Knecht, Zweisimmen
    Reiche- und ausländische Studenten werden bei den Unis, ETH usw. weiterhin bevorzugt behandelt. Das wird auch in Zukunft so bleiben, alles andere wäre eine Illusion.
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  • Kommentar von P.Fetz, Zürich
    Ist die Zeit stehen geblieben, in den 80er, dort sagte man schon gleiche Bildungschancen für alle! Da frage ich mich schon was machen eigentlich die Parteien und Politiker, ah die wollen ja das Sozialsystem und Sonderleistungen abschaffen! Egal ob Rechts, Mitte oder Links wenn man Bildung nicht unterstützen will und 30 Jahre zusieht, dass gibt mir zu denken!
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