Zum Inhalt springen
Inhalt

Abstimmungen Ja zum NAF: «Die Bevölkerung hat die Probleme erkannt»

Das Stimmvolk hat den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds deutlich angenommen. Die Befürworter freuen sich über eine langfristige Lösung. Die Gegner sehen im Ja eine Ohrfeige für den Klimaschutz.

Legende: Video Der runde Tisch zum Nationalstrassen-Fonds abspielen. Laufzeit 15:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.02.2017.

Die Befürworter:

Thierry Burkart, Nationalrat FDP/AG: Für Burkart zeigt das Ja zum NAF deutlich, dass die Schweizer Bevölkerung die verschiedenen Verkehrsteilnehmer nicht gegeneinander ausspielen wolle. Das Stimmvolk habe «für eine ganzheitliche und gegen eine einseitige, ideologische Verkehrspolitik» votiert, wie sie von Links-Grün betrieben werde, sagte Burkart. Er hatte sich im Komitee für den NAF engagiert.

Thierry Burkart diskutiert mit Jacqueline Badran.
Legende: FDP-Nationalrat Thierry Burkart diskutiert mit Jacqueline Badran (SP/ZH). Keystone

Renate Amstutz, Direktorin Schweizerischer Städteverband: «Ich bin sehr froh, dass die Bevölkerung die Probleme beim Verkehr in den Städten und in den Agglomerationen sieht und sie lösen will.» Man habe nun endlich eine dauerhafte und genügend finanzierte Lösung für diese Probleme.

Legende: Video «Froh, dass das Volk die dringenden Probleme sieht» abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.02.2017.

Die Gegner:

Regula Rytz, Präsidentin Grüne: «Der heutige Entscheid torpediert die Bemühungen für den Klimaschutz», sagt Rytz. Der neue Fonds werde auch die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens erschweren. Dies sei die «bittere Pille», die mit dem Abstimmungsresultat zu schlucken sei. Denn der NAF werde schlicht und einfach mehr Strassenverkehr zur Folge haben, sagte die Berner Nationalrätin.

Grünen-Präsidentin Regula Rytz.
Legende: Grünen-Präsidentin Regula Rytz. Keystone

Evi Allemann, VCS-Präsidentin: Den Nein-Anteil von fast 40 Prozent sieht Allemann als «Achtungserfolg». Aber: «Der Griff in die Bundeskasse ist mit 650 Millionen Franken zu tief, da müssen wir uns nichts vormachen. Das Geld wird anderswo fehlen, der Spardruck wird zunehmen.»

Legende: Video «Zu tiefer Griff in die Bundeskasse» abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.02.2017.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Die Mitteparteien haben wieder einmal ihrem Ruf als Windfahnenparteien Rechnung getragen. Bei der erleichterte Einbürgerung der 3. Generation stellten sie sich auf die Seite der Linken. Bei der Strassenfinanzierung stellten sie sich zu den Rechtsbürgerlichen. Es ist nicht abzustreiten, dass die Strassenlobby bei entsprechenden Abstimmungen immer obsiegt und das Volk sogar über Vignettenpreise abstimmen kann, derweil permanente öV Kunden fast jährlich Fahrausweis Aufschläge in Kauf nehmen müssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen