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Parco Nazionale Locarnese Kein neuer Nationalpark ums Onsernonetal

Nationalpark Locarnese

Ascona: Teilnahme am Projekt Nationalpark Locarnese

  • JA

    59.6%

    1'084 Stimmen

  • NEIN

    40.4%

    734 Stimmen

  • In der Region von Locarno im Tessin wird es kein neues Schutzgebiet geben.
  • Nur gerade zwei von acht betroffenen Gemeinden haben am Wochenende für das Projekt gestimmt.

Für den Nationalpark sprachen sich Ascona und Bosco Gurin aus. Brissago, Centovalli, Losone, Onsernone , Ronco sopra Ascona und Terre di Pedemonte äusserten sich dagegen.

Dabei hatten offiziell alle acht involvierten Gemeinden hinter dem Projekt gestanden. Das Nein kommt aber insofern nicht überraschend, als in der Bevölkerung im Vorfeld der Abstimmung zwischen Gegnern und Befürwortern ein aggressiver Ton geherrscht hatte.

Gemeinden im Zentrum sagten Nein

Der Nationalpark hätte aus einer Kernzone und einer Umgebungszone von insgesamt 218 Quadratkilometern bestehen sollen. Der Durchmesser des Nationalparks wäre über mehrere Klimazonen von den Brissago-Inseln auf 193 Metern bis zum 2864 Meter hohen Wandfluhhorn oberhalb von Bosco Gurin verlaufen.

Die schwach besiedelten und stets von Abwanderung bedrohten Täler Onsernone und Centovalli hätten das eigentliche Zentrum des Parks dargestellt. Aber ausgerechnet die haben – im Gegensatz zu den peripheren Gemeinden – die Vorlage abgelehnt.

Jäger wollten sich nicht einschränken lassen

Vor allem Jäger hatten das Projekt bekämpft. Ihnen waren das Jagdverbot in der Kernzone und andere Restriktionen ein Dorn im Auge. Demgegenüber hatten die Befürworter die Zukunft der Region ins Feld geführt. Der Park gäbe der Natur und der Umwelt, aber auch den Dörfern und Talschaften eine Perspektive.

Ende November 2016 hatten sich 8 von 17 Tessiner und Bündner Gemeinden bereits gegen einen Nationalpark rund um das Rheinwaldhorn, den Park Adula, ausgesprochen. Höchstens vier hätten es sein dürfen, um das Projekt zu realisieren.

Abstimmungsspecial

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Im Tessin erlebe ich derzeit eine eher mässige Bereitschaft einen guten Service zu erbringen. Man hat es eben nicht so nötig. So wird der Naturschutz der Natur helfen, was sehr zu begrüssen ist. Aber nicht den Beizen die zu sind obwohl gemäss Webpage, Facebook oder Tripadvisor offen. Einmal angebrannt und nie wieder. Zudem: Handwerker die ihre Arbeit nicht erledigen oder verzögern helfen dem Baugewerbe auch nicht. Ich verstehe jeden Deutschschweizer der Material und Leute mitbringt!
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  • Kommentar von Thomas Buri (weder schwarz noch weiss)
    jegliche Art des Naturschutzes und des damit verbundenen Erhaltens von Biodiversität ist zu begrüssen. Besser Gestern als Heute. Es geht dabei auch um die Welt unserer Nachkommen. Hoffe das Projekt wird angenommen.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Genau, Herr Buri, der Schwund an Vogel Vielfalt hat in Frankreich auf Grund der industriellen Landwirtschaft erschreckende Masse angenommen. Da heisst es jedes Stück Landschaft, dass gebeutelten Insekten, Vögel, andere Tier- und Pflanzenarten und den Grossen im Nahrungsgefüge Unterschlupf bieten ist wesentlich. 'GrossRäuber' sollen die besten Garanten für die Herstellung eines jeweiligen Gleichgewichts sind .... nein, ich meine nicht die Jäger ....
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  • Kommentar von Lars Graf (Lars)
    Braucht es nicht und Hilft der Natur nicht.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Herr Graf, warum meinen Sie es helfe der Natur nicht? Eigentlich geht es doch um uns, dass die Spezies Mensch eine Überlebenschance hat. Denn ohne unsere Mitwesen - diese sind müde, haben die Nase gestrichen voll und verabschieden sich - werden wir uns bald selber erübrigt haben. Betrachten wir uns mal in der gewordenen Komplexität des Körpers ein wundersames vielzelliges Wesen? Den Bäumen oft näher als den Menschen fände ich es trotzdem schade, wenn wir uns dermassen aushebeln.
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