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Unternehmens-Steuerreform III Teurer Abstimmungskampf zur USR III

Insgesamt fast 3,5 Millionen Franken verschlang der Abstimmungskampf zur Unternehmenssteuerreform III bis heute. Diese Zahlen hat «10vor10» vom Marktforschungs-Unternehmen Media Focus berechnen lassen.

Legende: Video Kampf um USR III abspielen. Laufzeit 3:47 Minuten.
Aus 10vor10 vom 01.02.2017.

Seit Oktober 2016 läuft der Abstimmungskampf um die Unternehmenssteuerreform III. Das Ja-Komitee hat seitdem rund 3,31 Millionen Franken für Inserate und Plakate ausgegeben. Allein im Januar 2017 waren es laut Zahlen des Zürcher Marktforschungs-Unternehmens Media Focus rund zwei Millionen Franken.

Gegenüber «10vor10» sagt der Leiter der Pro-Kampagne, Bernhard Salzmann: «Gewonnen werden die Abstimmungen nicht mit Plakaten, nicht mit Inseraten und nicht mit grossem Budget, sondern in der Diskussion mit Argumenten. Darum ist auch die Glaubwürdigkeit so wichtig, und die kann man nicht kaufen.»

Die Ausgaben des Nein-Komitees für Inserate und Plakate fallen deutlich tiefer aus: Knapp 171'000 Franken, davon knapp 135'000 Franken im Januar 2017. Das kleinere Budget versucht das Nein-Komitee laut Co-Leiterin Andrea Arezina anders auszugleichen: «Hinter unserer Kampagne stehen ganz viele Menschen, die sich jeden Tag für ein Nein engagieren. Hinter uns stehen keine Grossaktionäre, keine Steuerberater, das entsteht aus den Leuten heraus.»

Abstimmungserfolg dank finanzieller Mittel?

Die Zahlen von Media Focus beziehen sich auf Inserate in Printmedien und Plakate. Nicht erfasst wurden Online-Werbung oder Direkt-Mailings.

«In der Werbeforschung ist es stark umstritten, ob viel Geld auch zum Erfolg führt», erklärt Claude Longchamp vom Forschungsinstitut gfs.bern. «Fakt ist: Mehr Geld bedeutet mehr Mittel in der Plakatwerbung, mehr Inserate und eine lange Kampagne.» Ob das allerdings zum Abstimmungserfolg führe, sei umstritten.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Es wird deutlich -alle die Kleingeschäfte und Zeitungen die Aufträge für die JA -Werbung von den fast 4 Millionen der JA -Anhänger- Gelder bekommen, stimmen mit ihren Anhängern auch JA, so kauft man sich versteckt Stimmen und mit der Werbung einige Unsichere die sonst NEIN gestimmt hätten. Entweder haben die NEIN -Vertreter die gleich langen Spiesse oder es muss vorgeschrieben werden, dass alles nur von den Steuergeldern zu finanzieren ist mit max. Werbesumme die für alle gleich hoch ist ! Oder?
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Merkwürdig. Viele Kantone und Gemeinden rechnen mit Millionenausfällen - und machen trotzdem Lobbying für die USRIII. In der Vorlage fehlt die Gegenfinanzierung, wie sie im ursprünglichen Vorschlag des Bundesrates noch drin gewesen war. Diese Reform geht zulasten kleiner KMU und natürlichen Personen - deshalb ist die abzulehnen.
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  • Kommentar von Thomas Heimberg (tomfly)
    Ganz sicher NEIN. Die finanzielle Lage von Bund, Kantonen und Gemeinden ist angespannt. Milliarden Steuerausfälle wird Otto-Normalverbraucher garantiert zu spüren bekommen. Vielleicht werden die Einkommenssteuern vorerst tatsächlich nicht erhöht (später dann schon), aber ich kann mir gut vorstellen, dass dann der Badieintritt, die Kehrichtgrundgebühr, der ÖV, usw. schleichend etwas teuerer werden. Selbstverständlich wird man dies weder mit der USR III begründen noch in Verbindung bringen.
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