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Wahlen AR AR: Alfred Stricker ist neuer Regierungsrat

In Appenzell Ausserrhoden haben die Stimmberechtigten ihre Kantonsregierung neu bestellt. Der parteiunabhängige Alfred Stricker hat den Einzug klar geschafft. Die vier Bisherigen sind bestätigt worden.

Die sieben Regierungsratskandidaten in Ausserrhoden
Legende: Fotomontage / zvg

Der parteiunabhängige Alfred Stricker hat den Sprung in die neue Ausserrhoder Regierung deutlich geschafft. Bei den Wahlen am Sonntag gab es in Appenzell Ausserrhoden nur noch fünf statt sieben Regierungssitze zu besetzen. Die Wahl bedeutet eine Zäsur: Die fünf Regierungsmitglieder werden neu im Vollamt tätig sein und die parteipolitische Zusammensetzung hat sich verändert.

Resultat nach Auszählung aller 20 Gemeinden

Kandidierende

Stimmen
Paul Signer (FDP), bisher

14'762
Matthias Weishaupt (SP), bisher

13'283
Marianne Koller (FDP), bisher

13'435
Köbi Frei (SVP), bisher

9'995
Alfred Stricker (parteiunabhängig)

9'316
Monica Sittaro (FDP)

6'466
Norbert Näf (CVP)

6'284
Absolutes Mehr

7'445

Vormachtstellung der FDP gebrochen

Mit der neuen Zusammensetzung der Regierung hat die FDP keine Mehrheit mehr in der Exekutive. Neu setzt sich die Regierung aus zwei Vertretern der FDP, je einem Vertreter der SP und SVP sowie einem Parteiunabhängigen zusammen.

Kampfwahl um fünf Sitze

Zur Wiederwahl stellten sich die bisherigen Köbi Frei (SVP), Marianne Koller (FDP), Paul Signer (FDP) und Matthias Weishaupt (SP). Sie wurden bestätigt - Köbi Frei hat allerdings ein schlechtes Resultat erzielt. Der Grund: Frei war als Mitglied des Verwaltungsrates im Spitalverbund in die «Spesenaffäre» verwickelt.

Die Parteiunabhängigen, in Ausserrhoden traditionell eine starke Fraktion, nominierten Kantonsrat Alfred Stricker aus Stein. Stricker kam mit seiner Stimmenzahl nahe an den bisherigen Köbi Frei heran.

Die CVP schickte Kantonsrat Norbert Näf, Gemeindepräsident von Heiden, ins Rennen. Für die FDP kandidierte die 43-jährige Kantonsrätin Monica Sittaro. Sie blieben deutlich unter dem absoluten Mehr.

Neuer Ausserrhoder Landammann ist Matthias Weishaupt (SP). Er erhielt 11'129 Stimmen.

Die Kandidierenden

1 Kommentar

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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Ja hoffentlich werden die Großparteien von Links bis Rechts aussortiert und allen voran die FDP. Die FDP ist die Hauptschuldige für die Vermögensumschichtung in der Schweiz. Sie fördert ein scheinheiliges System in dem Gewinne für wenige sind und Verluste für viele. Die FDP ist auch gegen die Offenlegung der Parteispenden. Würden wir im Laden Gemüse kaufen welches in einem schwarzen uneinsehbaren Sack ist? NEIN! Bei den Politikern u. Parteien tun wir genau das, warum?
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