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Wahlen GR BDP kann Bündner Regierungssitze halten

BDP-Kantonalparteipräsident Jon Domenic Parolini ist neues Mitglied in der Bündner Regierung. Damit hält die Partei nach wie vor zwei Sitze. Der SVP wiederum gelingt der Einzug nicht: Ihr Kandidat, Nationalrat Heinz Brand, verpasste die Wahl wie schon vor vier Jahren.

Legende: Video «Jon Domenic Parolini wird neues Mitglied der Exekutive » abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Vom 18.05.2014.

Schlussresultat

Kandidierende Stimmen
Barbara Janom Steiner (BDP), bishergewählt32'666
Mario Cavigelli (CVP), bisher gewählt32'057
Christian Rathgeb (FDP), bisher gewählt27'009
Jon Domenic Parolini (BDP)gewählt25'309
Martin Jäger (SP), bishergewählt22'575
Heinz Brand (SVP)20'619
Absolutes Mehr-----------------------------------------------17'417
Jürg Kappeler (GLP)9218

Im Kanton Graubünden hat die BDP bei den Regierungsratswahlen beide Sitze verteidigt. Neues Mitglied der fünfköpfigen Exekutive wird Kantonalparteipräsident und Grossrat Jon Domenic Parolini. Die vier Bisherigen schafften die Wiederwahl.

Die SVP verpasste mit Nationalrat Heinz Brand zum zweiten Mal in Folge den Einzug in die Regierung. Der Migrationsfachmann der Volkspartei legte zwar im Vergleich zum Ergebnis vor vier Jahren deutlich zu, doch am Schluss reichte es doch nicht zum Erfolg. Die Partei ist seit Juni 2008 nicht mehr vertreten. Damals hatten beide SVP-Regierungsmitglieder zur BDP gewechselt. Nun ist die SVP weitere vier Jahre in der Opposition.

«Den richtigen Kandidaten aufgestellt»

«Der Bündner Souverän hat überraschend deutlich entschieden», sagt Isabelle Jäger. «Die BDP konnte ihren zweiten Sitz mit über 5000 Stimmen Vorsprung deutlich halten – ein Glanzresultat», so die Korrespondentin. Damit habe Jon Domenic Parolini SVP-Regierungsrat Martin Jäger sogar noch überholt.

Legende: Video «SRF-Korrespondentin Isabelle Jäger» abspielen. Laufzeit 2:17 Minuten.
Vom 18.05.2014.

Die BDP habe vermutlich den richtigen Kandidaten aufgestellt. «Die Bündner trauen ihm zu, in diesem Gremium zu funktionieren und zu politisieren, und zwar zum Wohle aller.»

Die Wahl von Parolini hat für seine Wohnort-Gemeinde Scuol Folgen. Der Unterengadiner Zentrumsort muss sich einen neuen Gemeindepräsidenten suchen.

Kampf um den fünften Platz

Die BDP hält wie bisher als einzige Partei zwei Sitze in der fünfköpfigen Regierung. Sie musste als einzige Partei einen Bisherigen, Hansjörg Trachsel, ersetzen.

Für die Bündner Regierungsratswahlen hatten sich sieben Kandidaten beworben. BDP-Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Hansjörg Trachsel
konnte als einziges Exekutivmitglied wegen Amtszeitbeschränkung nicht
mehr kandidieren. Die anderen vier Bisherigen traten wieder an: Barbara Janom Steiner (BDP), Mario Cavigelli (CVP), Martin Jäger (SP) und Christian Rathgeb (FDP).

Der Kampf spielte sich deshalb um den fünften Platz ab, zumal es im Kanton Graubünden Tradition ist, dass kein amtierendes Regierungsmitglied abgewählt wird.

Eher Aussenseiter-Chancen wurden dem siebten Kandidaten eingeräumt, dem Grünliberalen Jürg Kappeler. Die Stimmbeteiligung lag bei 43 Prozent.

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