Peter Neukomm (SP) ist neuer Schaffhauser Stadtpräsident

Der Finanzreferent Peter Neukomm hat sich in der Ersatzwahl gegen seinen Stadtratskollegen Raphaël Rohner (FDP) durchgesetzt. Der Entscheid fiel eher knapp aus. Um den freien Sitz im Stadtrat kommt es zu einem zweiten Wahlgang.

Die Kandidaten Neukomm und Rohner

Bildlegende: Jünger, aber mit mehr Erfahrung als Stadtrat: Peter Neukomm (links) setzt sich gegen Raphaël Rohner (rechts) durch. pd

Peter Neukomm erhielt 6171 Stimmen, Baureferent Raphaël Rohner erhielt dagegen 5832 Stimmen von den Stimmberechtigten der Stadt Schaffhausen. Der frisch gewählte Stadtpräsident sprach denn auch von einem «Fotofinish». Was sich in Schaffhausen mit ihm als Stadtpräsidenten ändern wird, das könne er so konkret noch nicht sagen. Klar sei jedoch, dass er ein anderer Typ Mensch als sein Vorgänger sei.

Der 52-jährige Jurist Neukomm tritt per Januar 2015 die Nachfolge des zurücktretenden Stadtpräsidenten Thomas Feurer (GLP) an. Der Sozialdemokrat ist seit 2009 Mitglied des Schaffhauser Stadtrats und wurde 2012 mit der besten Stimmenzahl klar wiedergewählt.

Rohner: «schon etwas enttäuscht»

Der 56-jährige Raphaël Rohner, ebenfalls Jurist, zog vor zwei Jahren neu in die Stadtregierung ein. Für ihn war die damalige Wahl eine Zitterpartie: Erst nach einer Nachzählung war klar, dass er sich mit 25 Stimmen Vorsprung gegen einen anderen Kandidaten aus der SP durchgesetzt hatte.

Zu seiner Niederlage um das Stadtpräsidium sagt Rohner, dass er schon etwas enttäuscht sei. «Berücksichtigt man aber, dass ich Stimmen bis in die Mitte holen konnte, ist es doch ein ziemlich gutes Resultat», findet der Baureferent.

2. Wahlgang um freien Sitz im Stadtrat

Die drei Stadtratskandidaen von links nach rechts: Katrin Bernath (GLP), Daniel Preisig (SVP) und Katrin Huber Ott (SP).

Bildlegende: Die Stadtratskandidaten von links nach rechts: Katrin Huber Ott (SP), Daniel Preisig (SVP) und Katrin Bernath (GLP). pd

Mit der Wahl von Peter Neukomm als neuen Stadtpräsidenten wird ein Stadtratssitz frei. Von den drei Kandidierenden erreichte im ersten Anlauf niemand das Absolute Mehr. Daniel Preisig von der SVP hatte am Sonntag die Nase vorn mit über 2000 Stimmen mehr als die Zweitplatzierte, Katrin Huber Ott von der SP. GLP-Kandidatin Katrin Bernath landete auf dem dritten Platz.

Die SVP möchte nach zehn Jahren mit Daniel Preisig wieder in den Stadtrat einziehen. Der 38-Jährige versuchte bereits 2012 den Sitz zurückzuerobern. Er schied jedoch als Überzähliger aus.

Die SP hat vor zwei Jahren ihren zweiten Sitz im Schaffhauser Stadtrat an die AL verloren. Die 44-Jährige Katrin Huber Ott arbeitet zurzeit als Schaffhauser Schulpräsidentin und sitzt seit 2008 im Grossen Stadtrat.

Die frisch gegründeten Schaffhauser Grünliberalen versuchten ebenfalls ihr Wahlglück und schickten die 42-jährigen Katrin Bernath ins Rennen um den frei werdenden Sitz in der Stadt-Exekutive.