Stadtratswahlen Winterthur Gerangel um Winterthurer Stadtratssitz

Am 12. Februar wählt Winterthur einen neuen Stadtrat oder eine neue Stadträtin. Für den freien Sitz des zurücktretenden Grünen Matthias Gfeller bewerben sich fünf Kandidatinnen und Kandidaten.

  • Jürg Altwegg von den Grünen soll den Sitz von Matthias Gfeller verteidigen. Unklar ist, wie sehr die sogenannte Wärmering-Affäre, die unter anderem zum Rücktritt von Matthias Gfeller geführt hat, auf ihn abfärbt.
  • Die besten Chancen hat Daniel Oswald von der SVP. Mit der Unterstützung der FDP könnte er es im ersten Wahlgang schaffen. Wahrscheinlicher ist jedoch ein zweiter Wahlgang.
  • Im zweiten Wahlgang steht und fällt alles mit der Entscheidung der Parteien, wer erneut antritt. Können sich SP und Grüne auf eine Kandidatin einigen, haben sie gute Chancen.
  • Kaum reichen wird es für die Kandidatin der EVP, Barbara Huizinga. Der Wähleranteil der kleinsten Partei in Winterthur ist mit 6 Prozent schlicht zu tief.

Zur Wahl stellen sich (Reihenfolge: Sitzverteidigung, danach Parteistärke):

JÜRG ALTWEGG – GRÜNE

Jürg Altwegg ist kein Ökofundi. Wenn die grünen Ideen zu 80 Prozent eingehalten würden, dann reiche ihm das für eine Unterstützung, sagt er. Innerhalb der Grünen Partei steht er mit seinen Ansichten eher auf der rechten Seite.

Privat wohnt Jürg Altwegg mit seiner Partnerin im Mehrgenerationenhaus «Giesserei», dessen Bau er als Projektleiter begleitet hat. Er arbeitet als Redaktor bei einer Elektrotechnik-Fachzeitschrift und lässt in seiner Freizeit gerne eine Drohne steigen.

Zum Steckbrief, dem Fragebogen und der Einschätzung seiner Chancen geht's hier.

___________________________________________________________________________

CHRISTA MEIER – SP

Zwei Ereignisse politisierten Christa Meier: Die Apartheid in Südafrika und die Nicht-Wahl von Christiane Brunner in den Bundesrat. Seit 10 Jahren ist sie Gemeinderätin in Winterthur. Bei den Wahlen 2014 Jahr erzielte sie das beste Resultat aller Gemeinderatskandidatinnen.

Neben der Politik interessiert sich Christa Meier für Musik. Sie lauscht zum einen gerne schönen Klängen, singt aber auch selber. Beruflich leitet sie am Kantonsspital Winterthur das Team der Primarlehrer und Primarlehrerinnen.

Zum Steckbrief, dem Fragebogen und der Einschätzung ihrer Chancen geht's hier.

___________________________________________________________________________

DANIEL OSWALD – SVP

Für Daniel Oswald ist es nach 2010 die zweite Kandidatur für den Winterthurer Stadtrat. Mit ihm als Parteipräsidenten schaffte es die SVP 2014 – nach 12 Jahren – wieder in die Stadtregierung. Nun versucht es der Finanz- und Verkehrspolitiker noch einmal selber und will der SVP zu einem zweiten Sitz im Stadtrat verhelfen.

Daniel Oswald arbeitet seit 2016 als Abteilungsleiter bei Stadler Rail, der Firma des ehemaligen SVP-Nationalrats Peter Spuhler. Oswalds grösstes Hobby ist die Politik. Bei Heimspielen des Handballclubs Pfadi Winterthur ist er fast immer dabei.

Zum Steckbrief, dem Fragebogen und der Einschätzung seiner Chancen geht's hier.

____________________________________________________________________________

MICHAEL ZEUGIN – GLP

2010 und 2012 schaffte Michael Zeugin die Wahl in die Winterthurer Stadtregierung nicht. Beim letzten Versuch unterlag der Grünliberale allerdings nur ganz knapp: Zeugin fehlten nur gerade 256 Stimmen.

Innerhalb seiner Partei steht Michael Zeugin auf der rechten Seite. Seine Schwerpunkte sind Umweltschutz und Wirtschaftspolitik. Michael Zeugin arbeitet in einer Winterthurer Treuhand- und Immobilienfirma. Seine Partnerin und er erwarten kurz nach dem ersten Wahlgang ihr zweites Kind.

Zum Steckbrief, dem Fragebogen und der Einschätzung seiner Chancen geht's hier.

_____________________________________________________________________________

BARBARA HUIZINGA – EVP

Barbara Huizinga hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Die junge Politikerin rückte erst vor gut zwei Jahren in den Gemeinderat nach. Zuvor engagierte sie sich im nationalen Zentralvorstand der EVP. Nun soll die 36-jährige Hoffnungsträgerin die kleine Partei in die Stadtregierung zurückbringen .

Auch ihr Lebensweg abseits der Politik ist bemerkenswert: Huizinga absolvierte etwa als Spitalsoldatin die Rekrutenschule. Konsequenterweise setzt sie sich auch für eine allgemeine Dienstpflicht ein.

Zum Steckbrief, dem Fragebogen und der Einschätzung ihrer Chancen geht's hier

______________________________________________________________________________