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Wahlen Winterthur SVP ist zurück im Winterthurer Stadtrat

Triumph für SVP-Kandidat Josef Lisibach: Er verdrängt die amtsälteste Stadträtin Pearl Pedergnana (SP) aus dem Stadtrat. Damit wird Winterthur wieder bürgerlich regiert.

Schlussresultat

KandidierendeStimmen
Michael Künzle (CVP) bisher, Stadtpräsident20'420
Stefan Fritschi (FDP), bisher
18'533
Yvonne Beutler (SP), bisher16'553
Barbara Günthard-Maier (FDP) bisher
16'381
Nicolas Galladé (SP), bisher14'676
Matthias Gfeller (Grüne) bisher
14'542
Josef Lisibach (SVP) 13'688
Nicht gewäht:
Pearl Pedergnana (SP), bisher11'883
Absolutes Mehr------11'140
Beat Meier (GLP)9'941
Marc Wäckerlin (Piratenpartei)3'830

Mit 13'688 Stimmen konnte der SVP-Herausforderer 1805 mehr Stimmbürger für sich gewinnen als Pedergnana, die nach über 12 Jahren im Stadtrat die Wiederwahl verpasste. Die anderen bisherigen Stadträte - Stadtpräsident Michael Künzle (CVP), Yvonne Beutler (SP), Stefan Fritschi (FDP), Barbara Günthard-Maier (FDP) und Nicolas Galladé (SP) - schafften die Wahl alle mühelos.

Mit Lisibach hält die SVP wieder Einzug im Stadtrat, wo sie seit dem Rücktritt von Leo Iten im Jahr 2002 nicht mehr vertreten war. Mit dem SVP-Sitz hat auch die Rot-Grün-Mehrheit in der Stadtregierung ein Ende gefunden. Acht Jahre lang hatten die SP zusammen mit den Grünen die Mehrheit im Stadtrat.

Erster Sitzverlust für die SP seit 30 Jahren

Der neugewählte Winterthurer SVP-Stadtrat Josef Lisibach präsentiert sich gut gelaunt im Stadthaus.
Legende: Der neugewählte Winterthurer SVP-Stadtrat Josef Lisibach präsentiert sich gut gelaunt im Stadthaus. Keystone

Davor hatten die SP-Vertreter vier Jahre lang zusammen mit einer EVP-Stadträtin die bürgerlichen Vertreter überstimmen können. Zwischen 2006 und 2010 hatten die bürgerlichen Parteien sogar nur zwei Vertreter in der Regierung - einer von der CVP und einer von der FDP.

Nachdem die SVP vor zwölf Jahren bei den Gesamterneuerungswahlen einen Sitz an die EVP abtreten musste, stellte sie mehrfach Kandidaten für den Stadtrat. Diese schafften aber allesamt den Sprung in die Exekutive nicht.

Für Pearl Pedergnana ist die verpasste Wiederwahl eine herbe Niederlage: Sie ist 2001 in die Stadtregierung gewählt worden und war damit Amtsälteste. Durch ihren Sitzverlust ist die SP erstmals seit fast 30 Jahren nicht mehr mit drei Vertretern im Stadtrat vertreten.

Stadtpräsident bestätigt

Die rot-grüne Mehrheit in der Winterthurer Regierung geht damit nach acht Jahren zu Ende. Die anderen sechs Stadträte, die sich alle wieder zur Wahl stellten, wurden problemlos wiedergewählt. Am meisten Stimmen erhielt Stadtpräsident Michael Künzle (CVP).

Die beiden anderen Herausforderer (Beat Meier von den Grünliberalen und Pirat Marc Wäckerlin) landeten abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Herzliche Gratulation dem neuen SVP Stadtrat, Herr Josef Lisibach und der SVP Winterthur aus dem kleinen Kt. Nidwalden mit 2 SVP Regierungsräten. Schade für die Stadt Zürich, dass sie keinen SVP Sitz in der Regierung hat und stattdessen weiterhin im vorwiegend links-grünen Sumpf schmoren muss.
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  • Kommentar von D. Fritschi, Winterthur
    Erfreulich. Ein Lichtblick für Winterthur. Und nebenbei erhält das Einkaufszentrum Rosenberg vielleicht seine geplanten Parkplätze....
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Da sich die Stadt Winterthur in den letzten Jahren (laut diversen TV- und Zeitungsberichten), zum "Armenhaus" des Kantons Zürich entwickelt hat, sprachen die Stimmbürger(innen) ein klares Votum an der Urne. Leider blieben bei den Zürcher Wahlen zu viele bürgerlich gesinnte Wähler(innen) der Urne fern und überliessen die Wahl denen, die von den Linken am meisten erhoffen können (Sozialhilfe, staatliche Krippen, Krankenkassen-Zustüpfe, usw.)! Auch in Zürich werden einmal rote Zahlen zum Problem!
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