Abstimmungen Zahlreiche Urnengänge in Kantonen und Gemeinden

Neben den eidgenössischen Vorlagen entscheiden die Stimmbürger in mehreren Kantonen und Gemeinden über einen bunten Strauss an Vorlagen. Im Kanton Ausserrhoden und in Winterthur wird zudem gewählt.

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Bildlegende: Neben der Olympiafrage stehen in Kantonen und Gemeinden zahlreiche weitere Themen zur Abstimmung. Keystone / Reuters

Gleich in mehreren Kantonen werden heute Sonntag die Stimmberechtigten an die Urnen gerufen. Mit Spannung wird nach Graubünden geblickt: Zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren entscheiden die Bündner über die Durchführung von Olympischen Spielen.

Kantonale Urnengänge

In Graubünden geht es diesmal um die Kandidatur für die Winterspiele 2026. Abgestimmt wird über einen Kredit von 25 Millionen Franken für die knapp drei Jahre dauernde Kandidaturphase.

Die Aargauer müssen über fünf Vorlagen entscheiden. Wellen dürfte die Entscheidung über den Lehrplan 21 werfen. Eine Initiative verlangt, dass der neue Lehrplan nicht eingeführt wird.

Im Kanton Basel-Stadt soll die alte Kaserne, welche als Schul- und Kulturhaus genutzt wird, für 44,6 Millionen Franken saniert werden. Dagegen wurde das Referendum ergriffen.

Im Kanton Schwyz stimmt das Volk über zwei Initiativen der SP ab. Dabei geht es um die Frage, ob bei den Steuern Leute mit tiefen Einkommen auf Kosten von Grossaktionären entlastet werden sollen.

Im Kanton Neuenburg stehen eine Initiative und ein Gegenvorschlag zu den Spitalstandorten auf dem Stimmzettel. Heftig umstritten ist die Konzentration der Spitzenmedizin auf den Kantonshauptort Neuenburg.

Neben einem Sparpaket gab im Tessin vor allem eine Verfassungsänderung zu reden: Abgestimmt wird darüber, ob Haustieren grösserer juristischer Schutz gewährt werden soll.

In der Waadt steht das neue Wohnungsgesetz auf dem Prüfstand. Das Gesetz soll bezahlbaren Wohnraum fördern. Wegen eines Vorkaufsrechts von Gemeinden hat die Immobilienkammer das Referendum ergriffen.

Im Kanton Thurgau soll der Boden per Verfassung geschützt werden. Das Volk stimmt über einen Gegenvorschlag zur Initiative «Ja zu einer intakten Thurgauer Kulturlandschaft» ab.

In Ausserrhoden kommt es zu einer Kampfwahl um den frei werdenden Regierungssitz der FDP. Die SVP will mit einer Frau ein zweites Mandat erobern. Auch die Parteiungebundenen meldeten mit einer Kandidatur Anspruch auf einen zweiten Exekutivsitz an.

Kommunale Urnengänge

In Winterthur muss nach dem Rücktritt des grünen Stadtrats Matthias Gfeller die Stadtregierung komplettiert werden. Gleich fünf Parteien sind ins Rennen um den Sitz gestiegen.

Die Berner Volksschule Marzili platzt aus allen Nähten. Die Stimmberechtigten entscheiden über Sanierung und Neubau in der Höhe von 30 Millionen Franken.

Fällt die 5-Prozent-Hürde in der Stadt Zürich? Mit einer Initiative wollen die kleinen Parteien die geltende Wahlhürde fürs Parlament abschaffen.

Die Gemeinden Zug und Baar entscheiden über eines der grössten Bauprojekte im Kanton Zug: Auf dem Gebiet Unterfeld soll ein neues Quartier mit 700 Wohnungen entstehen.

Um eine neue Wohnbaupolitik geht es in der Berner Gemeinde Köniz. Mit verschiedenen Massnahmen soll der preisgünstige Wohnungsbau gefördert werden.

Vor einem Jahr haben die Emmener die Bodeninitiative an der Urne angenommen. Nun müssen sie über die Umsetzung des Volksbegehrens entscheiden.

Informationen über weitere Urnengänge in Gemeinden finden Sie auf den Seiten der SRF-Regionaljournale.

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