Abzocker-Initiative: Applaus aus Brüssel

Das Verhältnis der Schweiz zur EU war in jüngster Vergangenheit eher angespannt bis ablehnend. Mit dem Ja vom Sonntag scheint die Schweiz zumindest bei der EU-Kommission gepunktet zu haben.

EU-Kommission in Brüssel.

Bildlegende: Die Schweiz erntet für das Ja zur Abzocker-Initiative Lob von der EU. Reuters

Nur wenige Tage vor der Abstimmung über die Abzocker-Initiative haben sich EU-Parlament, Mitgliedstaaten und EU-Kommission am Donnerstag auf einen Deckel für Banker-Boni geeinigt.

Das Ja aus der Schweiz wurde in Brüssel deshalb äusserst wohlwollend zur Kenntnis genommen. Es sei «sehr positiv, dass es auch über die EU hinaus den Impuls gibt, die Vergütungsregeln besser zu regulieren und mehr Transparenz bei den Vergütungen zu schaffen», sagte ein Kommissionssprecher.

Die EU-Kommission wolle zudem bis Jahresende einen Gesetzesvorschlag machen, wonach Aktionäre von Unternehmen über die Vergütung der Firmenspitze abstimmen müssten und die Bezahlung der Manager transparenter gemacht werden solle. Das gehe in die gleiche Richtung wie die Bestrebungen in der Schweiz.

Die EU deckelt Banker-Boni

Die EU schiebt überrissenen Banker-Salären den Riegel. EU-Parlament, Mitgliedstaaten und EU-Kommission einigten sich vergangene Woche auf einen Kompromiss. Dieser sieht vor, dass der Jahres-Bonus eines Bankers dessen eigentliches Gehalt nicht übersteigen darf (1:1-Regel). Mehr dazu finden Sie hier.