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VOTO-Umfrage Schweizer prinzipiell für den Atom-Ausstieg

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Viertel der Stimmbevölkerung möchten eine Schweiz ohne AKW.
  • Der Grund für die Ablehnung der Atomausstiegs-Initiative lag gemäss einer Nachbefragung im zu ehrgeizigen Zeitplan.
  • Frauen und Junge blieben der Urne fern.
  • Für die sogenannte Voto-Umfrage wurden nach der Abstimmung rund 1600 Personen befragt.

Die Schweizer Stimmbevölkerung sei prinzipiell für einen Ausstieg aus der Atomenergie, er solle aber nicht überstürzt geschehen. Das hat die Nachbefragung zur Abstimmung über die Atomausstiegs-Initiative ergeben.

Angst vor Stromlücke

Für über 80 Prozent der Personen, die Ende November mit Nein stimmten, sei der Zeitplan unrealistisch gewesen. Gleichzeitig seien aber 60 Prozent der Nein-Stimmenden prinzipiell für eine Schweiz ohne Atomstrom.

64 Prozent der Befragten hielten den Atomausstieg für machbar. Allerdings waren im Ja-Lager 86 Prozent dieser Meinung, im Nein-Lager aber nur 45 Prozent.

Alternativen vorhanden

Dem Argument der Befürworter, ein verbindliches Ausstiegsdatum schaffe die Grundlage für Investitionen in erneuerbare Energien, stimmten dagegen sowohl 77 Prozent aller Befragten als auch 66 Prozent der Nein-Stimmenden zu.

Die Bevölkerung ist «mehrheitlich der Meinung, dass es Alternativen zur Atomenergie gäbe, was stimmig ist mit der Einstellung, dass eine Mehrheit eine Schweiz ohne Atomenergie befürwortet», schliessen die Autoren.

Frauen und Junge blieben fern

Den Grünen und Linken war es nicht gelungen, die 18- bis 29-Jährigen an die Urne zu locken. Die Stimmbeteiligung dieser Kategorie lag bei nur knapp 31 Prozent.

Auffallend viele abstinente Frauen gaben an, sie seien zu Hause geblieben, weil sie sich nicht hatten entscheiden können, oder weil das Thema zu kompliziert gewesen sei.

Neue Nachbefragung

Für die sogenannte Voto-Umfrage wurden nach der Abstimmung rund 1600 Personen befragt. Erstellt haben die Studie die Stiftung Fors in Lausanne und das Zentrum für Demokratie Aarau.

Die Ausstiegs-Initiative

Die Initiative hatte verlangt, dass die Atomkraftwerke nach 45 Jahren Betriebszeit vom Netz hätten gehen müssen. Somit hätten bei einem Ja zur Initiative die AKW Beznau I und II sowie Mühleberg bereits in diesem Jahr abgeschaltet werden müssen, Gösgen 2024 und Leibstadt 2029. Die Initiative wurde klar mit 54-Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Strahlendes Erbe, sehr teuer bezahlt - Atomkonzerne schröpfenden Staat. Wir werden uns noch wundern was da alles auf uns zu kommt.
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    1. Antwort von Alain Terrieur (Imhof)
      ...W.A.H.R.H.A.F.T.I.G. und die "Verantwortlichen werden durch "Umstrukturierungen", verschwunden sein!
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @keller: Neue MSR Reaktoren, die aus Atommüll die nächsten 1000 Jahre die Schweiz mit Strom versorgen. Umweltfreundlich, sicher, wenig Fläche beanspruchend und sehr effizient. Strom aus Abfall. Nur leider nichts für Spekulanten und Profiteure wie die nach Subventionen und Windrad-KEV lechzenden Bauern und Pleite-Gemeinden......
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    3. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      J.-P D. Sie beschreiben phantastische Aussichten. Schon alle Länder, ausser die Aussteiger Deutschland und die Schweiz, sind auf diesem neuen Trip. Uebrigens: die Atomindustrie hat und wird weiterhin ihre Millionen von uns Steuerzahler bekommen. Forschung, Rückbau, Entsorgung und ein eventueller GAU sind hier zu benennen.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Warten wir's mal ab, bis die Diskussion rund um die ES2050 anlässlich des Referendums lanciert ist und die Wahrheit auf den Tisch kommt. Auch wenn die SRF-Journalisten und der linke Verein namens Bundesamt für Energie inkl. deren Oberchefin Doris Leuthard das nicht gerne hören werden: Der Atomausstieg, wie auch die Energiestrategie 2050 sind bereits heute vom Tisch. Ganz einfach deshalb, weil man nicht Milliarden an Volksvermögen wegen einem links-grünen Hirngespinst vernichten darf.
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Ist mir neu dass drei Viertel der Stimmbevölkerung Linke sind, oder zumindest sich von links-grünen Hirngespinsten verführen liessen. Rattenfänger sehe ich anderswo.
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