Überraschungscoup im Wallis: Freysinger mit bestem Resultat

SVP-Herausforderer Oskar Freysinger mischt die Wahlen im Wallis auf. Er erzielte noch vor CVP-Staatsrat Jean-Michel Cina das beste Resultat. FDP-Kandidat Christian Varone landete weit abgeschlagen auf dem zweitletzten Platz. Gewählt ist noch niemand.

Video «Freysinger im Glück» abspielen

Freysinger im Glück

4:21 min, vom 3.3.2013

Bei den Walliser Regierungsratswahlen schaffte keiner der Kandidierenden auf Anhieb das absolute Mehr von 67'870 Stimmen. Es kommt damit am 17. März zu einem zweiten Wahlgang. Freysinger lieferte sich mit Cina ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Freysinger zeigte sich bei SRF völlig überrascht über das derzeitige Zwischenresultat: «Von so einem Resultat kann man nur träumen. Es ist eine Revolution in diesem Kanton und ein Vertrauensbeweis der Wählerschaft. Diesem will ich gerecht werden.»

Walliser Staatsrat 1. Wahlgang

Provisorische Resultate (135 von 135 Gemeinden ausgezählt)
KandidatStimmen
Absolutes Mehr ------------------------------------------------67'870
Oskar Freysinger (SVP)53'178
Jean-Michel Cina (CVP), bisher50^256
Jacques Melly (CVP), bisher47'589
Maurice Tornay (CVP), bisher46'728
Esther Waeber-Kalbermatten (SP), bisher35'491
Christian Varone (FDP)32'422
Christophe Clivaz (Grüne)15'856

Schon seit den ersten Bezirksresultaten lag der 52jährige Gymnasiallehrer und SVP-Nationalrat an der Spitze vor dem Volkswirtschaftsdirektor und früheren CVP-Nationalrat Jean-Michel Cina.

Cina reihte sich schliesslich mit 50'256 Stimmen auf dem zweiten Platz ein. Der Oberwalliser gehört seit 2005 der Regierung an und ist das amtsälteste Exekutivmitglied.

Varone auf zweitletzten Platz

Hinter Freysinger und Cina folgen die beiden bisherigen CVP-Staatsräte Jacques Melly mit 47'589 Stimmen und Maurice Tornay mit 46'728 Stimmen. Auf dem fünften Platz liegt mit 35'491 Stimmen SP-Staatsrätin und Justizdirektorin Esther Waeber Kalbermatten, die vor vier Jahren als erste Frau in die Walliser Regierung gewählt wurde.

Das mit Spannung erwartete Rennen um den Sitz des zurücktretenden Erziehungsdirektors Claude Roch ging im ersten Wahlgang unerwartet deutlich zu Gunsten von Freysinger aus.

Christian Varone erhielt lediglich 32'422 Stimmen und muss sich mit dem zweitletzten Platz zufrieden geben. Gegenüber SRF wollte er sich noch nicht festlegen, ob er im zweiten Wahlgang nochmals antritt. Dies werde die Partei am Montag entscheiden.

Das Schlusslicht bildet der Grüne Christophe Clivaz mit 15'856 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 68,14 Prozent.