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Schweiz Affäre Thorberg: Das Anstellungsverfahren unter der Lupe

Die Affäre rund um den abgesetzten Direktor der Strafanstalten Thorberg, Georges Caccivio, zieht weitere Kreise. Nun soll auch dessen Anstellungsverfahren untersucht werden.

Legende: Video Wie wurde Caccivio ernannt? abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
Aus 10vor10 vom 04.02.2014.

Caccivio musste nach schwerwiegenden Vorwürfen gegenüber seiner Person den Posten als Anstaltsdirektor räumen. Inzwischen geriet aber auch der Chefbeamte, der Caccivios Anstellungsverfahren leitete, in die Kritik. Er soll Caccivio zwei besser qualifizierten Bewerbern vorgezogen haben.

Der zuständige politische Verantwortliche, der Berner Regierungsrat Hans-Jürg Käser, will nun die von ihm bereits veranlasste externe Untersuchung der Vorfälle gegen Caccivio ausdehnen. Er lässt auch das Anstellungsverfahren durchleuchten, wie die Berner Polizei- und Militärdirektion mitteilte.

Legende: Video Hans-Jürg Käser zur Anstellung von Caccivio abspielen. Laufzeit 00:07 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.02.2014.

Noch gestern betonte Käser in der Sendung «Schweiz aktuell», das Anstellungsverfahren sei «absolut korrekt» verlaufen. Dennoch soll die Untersuchung auch diesen Punkt beleuchten.

Untersuchung ausgeweitet

Es sei ihm ein Anliegen, dass die Rolle aller Beteiligten umfassend geklärt werde, schreibt Käser in der Mitteilung. Die externe Untersuchung wird Benjamin Brägger, Lehrbeauftragter für Strafvollzugsrecht an den Universitäten Bern und Lausanne, leiten.

Brägger wird beauftragt, nicht allein die Führungsfähigkeit der Anstaltsleitung auf dem «Thorberg» zu überprüfen. Er soll zusätzlich untersuchen, ob das Auswahlverfahren, das 2011 zur Ernennung des Thorberg-Direktors führte, den Ansprüchen genügte.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    zudem kassieren diese Menschen noch überrissene Löhne und nützen die Kriminellen aus. Alles das ist in unsrem Land möglich wegen unserer dekadenten Politik.Spöttisch lächelnde Justizministerin, stotternder Wirtschaftsminister, auslachende Verkehrsministerin. genau diese drei sind in unserem Land fehl am Platz weil sie sich lustig machen übers Volk. Es ist nicht so. dass das Volk blöd ist nein ihre drei habt das Gefühl, dass das Volk blöd ist.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Saudeckeli gleich Sauhäfeli, resp. eine Hand wäscht die andere so läufts doch in unserem Land, siehe unsere Politik.
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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Ich erinnere mich noch an Clavadetscher, der wegen der Begünstigung des Häftlings Zwahlen gehen musste. Auch damals gab es einen Sturm der Entrüstung und das Versprechen, das nächste Mal alles besser zu machen. Die Geschichte wiederholt sich und ändern tut sich wenig. Politik halt.
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