Zum Inhalt springen

Schweiz Agrarpolitik: Bauernverband bedauert Abstriche beim Ackerbau

Jetzt sind die Bauern gefordert: Gut zwei Monate vor dem Start der neuen Agrarpolitik hat der Bundesrat die detaillierten Regeln vorgelegt. Im Zentrum: das geänderte Direktzahlungssystem. Der Bauernverband begrüsst diverse Schlusskorrekturen, kritisiert aber die Vorgaben im Ackerbau als ungenügend.

Luftaufnahme von Feldern in allen Braun- und Grüntönen bei Yverdon.
Legende: Die Agrarpolitik 2014-2017 verabschiedet sich von pauschalen Tier- und Flächenbeiträgen. Keystone

Der Bundesrat hat die Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 verabschiedet – mit Änderungen in 19 Verordnungen. Im Zentrum steht die Neuausrichtung der Direktzahlungen von jährlich 2,8 Milliarden Franken.

So ist mit pauschalen Tier- und Flächenbeiträgen Schluss. Dafür werden die leistungsorientierten Instrumente ausgebaut: Ressourceneffizienz, nachhaltige Produktion, Kulturlandschaft, Versorgungssicherheit, Biodiversität und Tierwohl.

SBV sorgt sich um Ackerbau

Die vom Bundesrat getätigten Korrekturen zielten in die richtige Richtung, schreibt der Bauernverband fest. Vor allem für die bäuerlichen Familienbetriebe im Ackerbau aber seien die Massnahmen ungenügend. So seien Einzelkulturbeiträge für Zückerrüben und Raps gesenkt worden; ebenso der Referenzpreis für Brotgetreide, und für Futtergetreide gebe es gar nichts.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marc Binder, Illnau
    Es ist Herbst. Wir sähen gerade das Getreide, welches der Bevölkerung frisches Brot und feine Butterzöpfe zu Weihnachten 2014 und zu Ostern 2015 beschert. Bestellt haben wir das Saatgut Ende Juli, abgeholt und bezahlt im September, jetzt den Diesel für die Aussaat bezahlt. Auf die Schlusszahlung für die Ernte welche in diesem Sommer abgeschlossen wurde können wir noch bis im nächsten April warten. Der Mähdrescher und all die Sammelstellen Gebühren wurden bereits bezahlt. So sieht es aus!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Natürlich wird wieder im eigenen Land an den einheimischen Bedürfnissen gespart und dafür in das sündhaft teure Asylwesen gesteckt. die Sparwut für die eigene Bevölkerung muss gestoppt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von G. Schneuwly, Wünnewil
    Das hat man kommen sehen. Seit Jahren werden die Produzentenpreise gesenkt um dem Zwischenhandel die nötigen Margenverbesserungen zuzuspielen. Landwirtschaftspoltik = Schraubstockpolitik. Was uns Produzenten bleibt ist das Risiko der Produktion (Wetterkapriolen), die Verluste und die Erkenntnis, dass der Wohlstand der Schweizerischen Volkswirtschaft definitiv nicht für die Bauernfamilien gedacht ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen