AKW Leibstadt ist wieder dicht

Die löchrige Schutzhülle des Kernkraftwerks ist repariert worden. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat muss jetzt überprüfen, ob die Sicherheitsvorgaben wieder erfüllt sind.

Kühlturm des AKW mit aufsteigendem Dampf. Dahinter der Rhein.

Bildlegende: Am Freitagabend ist klar, ob das Kernkraftwerk die Sicherheitsbestimmungen wieder erfüllt. Keystone

Die vor kurzem entdeckten Bohrlöcher im Primärcontainment des AKW Leibstadt sind zugeschweisst. Laut Kraftwerk-Sprecherin Karin Giacomuzzi sei es nun am Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi zu beurteilen, ob die Sicherheitsvorgaben erfüllt seien. Das AKW erwartet den Segen des EnsiI bis Freitagabend um 23 Uhr.

Für Feuerlöscher gebohrt

Die sechs, rund sechs Millimeter dicken Bohrlöcher im Primärcontainment waren Ende Juni entdeckt worden. Sie waren 2008 von Fremdpersonal für das Aufhängen von Feuerlöschern in die Stahlschutzhülle gebohrt worden. Durch fünf der sechs Bohrlöcher wurden Schrauben eingeführt, ein Loch blieb unbenutzt.


Leibstadt: AKW-Löcher geflickt

5:43 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 17.07.2014

Die Löcher blieben lange unbemerkt, weil die ENSI-Fachleute kurz vor dem Anbringen der Löcher das Containment zum letzten Mal auf seine Dichtheit hin geprüft hatten. Eine Gefahr, dass Radioaktivität entweichen konnte, bestand gemäss KKL und ENSI aber nie, weil im Primärcontainment Unterdruck herrscht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Nachrichten

    Aus Schweiz aktuell vom 10.7.2014

    AG: Löcher im AKW Leibstadt ZH: Herkunft Stadtwolf geklärt