Alkoholtestkäufe zeigen offenbar Wirkung

Noch immer gibt es zahlreiche Verkaufsstellen, die Minderjährigen trotz Verbots Alkohol verkaufen – vor allem abends. Dies war schweizweit in rund 25 Prozent der 5500 Alkoholtestkäufe der Fall. Allerdings ist die Zahl so tief wie noch nie seit Beginn der 2000er-Jahre.

Eine Jugendliche kauft Bier am Kiosk

Bildlegende: Alkohol-Testkäufe zeigten, dass immer weniger Alkohol an Minderjährige verkauft wird. Keystone/Archiv

Bei Alkohol-Testkäufen wird immer weniger Alkohol an Minderjährige verkauft. Gegenüber dem Vorjahr ist die Alkoholverkaufsrate an Minderjährige von 28,8 auf 25,8 Prozent weiter gesunken, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) mitteilte. Anfang 2000 wurde noch eine Verkaufsrate von 83 Prozent registriert.

Ausser dem Jura und Genf setzen alle Kantone mittlerweile auf dieses Instrument, um die Einhaltung des Verbots zu verbessern. Das gesetzliche Mindestalter für die Abgabe von Spirituosen liegt bei 18, für Bier und Wein bei 16 Jahren.

Die Resultate lassen sich nach Tageszeit der Testkäufe aufschlüsseln. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Verkaufsrate an Minderjährige liegt tagsüber bei 21,9 Prozent und nach 19 Uhr bei 33,4 Prozent. Am ehesten wird Jugendlichen im Eventbereich, in Bars und im Kiosk Alkohol verkauft.