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Allgemein-Patienten im Luxus? Streit um neue Reha-Klinik auf dem Bürgenstock

  • Im neuen Tourismusresort auf dem Bürgenstock ist der letzte Teil – das Waldhotel – eröffnet worden.
  • Das 5-Sterne-Haus ist ein Gesundheitszentrum mit zahlreichen Angeboten.
  • Ein Teil der Betten kommt auf die Spitalliste des Kantons Nidwalden. Das sei unnötig und übertrieben, findet die Santėsuisse.

Für eine Rehabilitation nach einer Operation, nach einem Burn-Out, zum Abnehmen oder für eine Schönheitsbehandlung: das neue Waldhotel mit 160 Zimmern bietet für alle etwas. Seit heute kümmern sich 55 Angestellte um das Wohl der Patienten.

Mit der Aufnahme in die Spitalliste des Kantons Nidwalden können auch allgemein versicherte Patienten zur Reha auf den Bürgenstock verlegt werden. 12 Betten sind für die Nidwaldner reserviert – durch die freie Spitalwahl können aber auch Patienten aus andern Kantonen auf dem Bürgenstock rehabilitieren.

«Keine Luxusklinik auf Spitalliste»

Dass das Waldhotel auf die Spitalliste kommt, kritisiert der Krankenkassenverband Santésuisse scharf. Es sei ein unnötiges Angebot, sagt Santésuisse-Sprecherin Sandra Kobelt zu «10vor10». «In Zeiten von steigenden Gesundheitskosten braucht es keine Luxusklinik auf der Spitalliste. Die bisherigen Angebote genügen.»

Santésuisse ist überzeugt, dass das zusätzliche Angebot auch zu einer zusätzlichen Nachfrage auf Kosten der Prämienzahler führe.

«Preis darf nicht höher sein»

Anderer Meinung ist die Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden (FDP). Die neue Möglichkeit einer Reha auf dem Bürgenstock sei eine grosse Chance für die Nidwaldner. «Bisher waren die Reha-Angebote mehrere Stunden entfernt. Das nahegelegene Waldhotel schliesst eine Lücke.» Entscheidend ist für von Deschwanden, dass der Tarif auf dem Bürgenstock nicht höher sei, als bei vergleichbaren Angeboten.

Patienten sorgen für Grundauslastung

Der Tagestarif für den Aufenthalt auf dem Bürgenstock steht noch nicht fest – er wird derzeit ausgehandelt. Für das Resort bringe der Platz auf der Spitalliste kein riesiger Verdienst, wie Resort-Manager Bruno Schöpfer sagt. «Aber es ist für uns ein Kompetenzbeweis und die zugewiesenen Patienten sorgen für eine Grundauslastung.»

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Mehr zum Thema sehen Sie heute Abend um 21:50 Uhr in der Sendung «10vor10» auf SRF1.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrix Kälin (Beka)
    Ich freue mich schon auf den nächsten Krankenkassen Prämienaufschlag im nächsten Herbst! Schöne, teure Reha Angebote werden unter Garantie nun rege genutzt! Das Angebot generiert die Nachfrage, das heisst, lasst uns mal im Luxus schwelgen, schliesslich bezahlen wir genug Prämien! Dank an die Nidwaldner Kantonsregierung!
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      genau Herr Kälin. Ich habe bis jetzt eine Reha immet abgelehnt, kann auch von zu Hause in die Physiotherapie gehen. Aber sollte es mal wieder sein,nehme ich es dankend an. Dort will ich auch mal sein.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Und zwar deshalb, weil ich sehen will , wie das alles fein säuberlich getrennt ist. Das wir Schweizer ja nicht mit dem reichen zahlenden Publikum in Berührung kommen. So wird der Hase laufen.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Für die Scheiche, die um Mitternacht einfliegen. Besser sie rauchen auf dem Bürgenstock als dass das Kantonsspital temporär das Rauchverbot für die verwöhnte Kundschaft aufheben muss. Noch besser wäre es, man hätte den Bürgenstock nie an Katar verscherbelt.
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