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Schweiz Alpmitarbeiter nach Seilbahnunglück festgenommen

Ein Tag nach dem tödlichen Absturz einer Transportseilbahn in Innerthal im Kanton Schwyz ist ein Mann festgenommen worden. Es handelt sich um einen Alpmitarbeiter, der die Bahn bedient haben soll.

Der Wägitalersee mit der Alp Bärlaui im Hintergrund.
Legende: Die dreiköpfige Familie befand sich auf der Abfahrt von der Alp Bärlaui, als das Unglück (roter Kreis) passierte. Google Earth

Nach dem tödlichen Seilbahnunglück in Innerthal (SZ) ist ein Alpmitarbeiter wegen widersprüchlicher Aussagen in Polizeihaft genommen worden. Es handle sich um einen ausländischen Staatsangehörigen, sagte Florian Grossmann, Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Weitere Angaben machte der Sprecher nicht.

Legende: Video Festnahme nach Seilbahnunglück abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.08.2013.

Am Samstagmittag stürzte eine Transportseilbahn von der Alp Bärlaui zum Wägitalersee nach rund 900 Metern Fahrt aus unbekannten Gründen ab. An Bord befanden sich ein 38-jähriger Schweizer, seine 31-jährige kanadische Frau und ihr einjähriges Kind. Die beiden Erwachsenen erlitten bei dem Aufprall und dem anschliessenden Absturz über eine mehrere Meter hohe Felswand tödliche Verletzungen.

Das Kleinkind, welches sich in einem Tragerucksack befand, wurde durch Äste und Gestrüpp vor dem Absturz über die Felswand bewahrt. Es überlebte schwer verletzt. Die Familie lebte im Ausland und war ferienhalber in der Region. Die Seilbahn war für Personentransporte nicht zugelassen.

Das Mädchen befinde sich im Spital, aber nicht in Lebensgefahr. Die Behörden ständen mit den Angehörigen für eine spätere Betreuung in Kontakt, sagte der Schwyzer Polizeisprecher weiter.

Am Unglücksort ermittelt die Polizei auch heute Sonntag weiter. Sie führt Befragungen durch. Zudem seht die Bergung der abgestürzten Transportkiste auf dem Programm

7 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Möglicherweise deplaziert,hier diesen traurigen Unfall anders zu beleuchten.Aber dem Älpler nun die Schuld in die Schuhe zu schieben,finde ich ungerecht.Vielleicht ist er selber schon mit seinen Eltern in dieser Kiste auf-+abgefahren,jzlang,nichts passierte.Darf man denn heutzutage vom einzelnen keine Selbstverantwortung mehr erwarten?So gesehen müssten wie auf Strassen+Bahnhöfen für alles+jedes Tafeln angebracht werden,bei jeder Klippe "Achtung Absturzgefahr",an Flüssen,Seen,Viehweiden usf
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    1. Antwort von Marianne Roe, Gwatt
      Peppie: Da haben Sie recht. Dieser Mann hat höchstwahrscheinlich ganz natürlich die Verantwortung übernommen für etwas was für ihn ganz normal war. Leider übernimmt höchstwahrscheinlich in der ganzen Reihe bis zum höchsten Gericht keiner mehr die Verantwortung im Sinne des gesunden Menschenverstandes. So weit sind wir heute. W i r müssen alle gegen solche Vorgehen Protestieren, nicht Wiederwählen, Leute mit gesundem Menschenverstand wählen usw.. Visionäre und Anwälte nützen uns nichts.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Kaum sind die verunglückten Menschen geborgen, wird bereits ein "Schuldiger" verhaftet und in U-Haft gesetzt! Nun, dass jetzt bereits auf einsamen, abgelegenen Alpen "Ausländer" Vieh hüten und Käse machen, ist das eine. Dass Touristen einen kaum sprachkundiger "Fremder" auf den Knien baten, doch die Material-Seilbahn benützen zu dürfen, könnte auch realistisch sein! Widersprüchliche Aussagen des "Gastarbeiters" und die toten Passagiere, die nichts mehr sagen können; eine schwierige Situation!
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Ich verstehe es nicht, warum der Mitarbeiter welcher diese Transportseilbahn dies ueberhaupt zugelassen hatte? Besonders, wenn ein Verbot fuer Personen bestehet, ist es einfach nur Grobfahrlaessig... Nun gibt es 2 Tode und 1 Schwerverletztes 1 Jaehriges Kind. Der Mitarbeiter gehoert zur Verantwortung gezogen, da schlussendlich dieser dies zugelassen hatte. Mein Beileid an das ueberlebende 1 Jaehrige Kind, dass seine Eltern verloren hatte...
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