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Schweiz Alptransit unterliegt vor Gericht

400 Mineure treiben derzeit tief unter dem Ceneri die beiden Röhren des Basistunnels voran, die Lugano mit Bellinzona verbinden werden. 2019 soll der Tunnel eröffnet werden. Dieser Fahrplan scheint in Gefahr. Das Bundesverwaltungsgericht hat einen Rekurs gegen die Bahntechnikvergabe gutgeheissen.

Ein Bauarbeiter schreitet über eine im Bau befindliche Brücke am Ceneri.
Legende: Die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels könnte sich verzögern. Keystone

Vor sieben Monaten wurden für 234 Millionen Franken die zwei Aufträge zum Einbau der Bahntechnik im Ceneri-Basistunnel vergeben. Die Bahntechniker sollen die Tunnelröhren mit Schienen, Telekommunikation, Sicherungsanlagen und Fahrstrom ausstatten.

Nach der Vergabe legten zwei unterlegene Bietergemeinschaften vor dem Bundesverwaltungsgericht Rekurs ein. Das Angebot sei preislich nicht plausibel, meinten die Rekurrenten. Und vor allem: Die Anbieter hätten zu wenig Erfahrung mit ähnlichen Grossprojekten.

Mehr Zeit, mehr Kosten

Tatsächlich liegen zu wenig Referenzen vor, urteilte nun das Bundesverwaltungsgericht. Die Alptransit Gotthard AG muss ihren Zuschlag deshalb neu beurteilen. Sie kann aber auch beim Bundesgericht Rekurs gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts einlegen.

Solange das nicht entschieden ist, bleibt unklar, welche konkreten Auswirkungen das Urteil hat. Schon früher hatte Alptransit gewarnt: Mit dem Rekurs sei die für das Jahr 2019 geplante Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels gefährdet. Zudem könnten Mehrkosten in Millionenhöhe drohen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Unfähige Politiker und unfähige Bosse. Kein Wunder schnellen die Preise in die Höhe. Motzt nun der Hans weil der Heiri seinem Kollegen einen Auftrag zugeschanzt hat? Vetternwirtschaft, Korruption und fehlende, unabhängige Kontrolle richten unseren Staat zu Grunde. Gepaart mit unfähigen Politikern die offensichtlich in einer anderen Welt als wir Bürger leben, ergibt das eine Mischung wie in der DDR. Der Trend, grosse Klappe, nix dahinter, setzt sich auch in der Politik und dem Kader durch.
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