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Schweiz Angestellte sollen bis zu zwei Prozent mehr Lohn erhalten

Wer ein hohes Einkommen hat, konnte in den letzten Jahren oft von Lohnerhöhungen profitieren. Normalverdienende sind jedoch häufig leer ausgegangen. Darum fordert nun der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB): Angestellte sollen für das kommende Jahr 1,5 bis 2 Prozent mehr Lohn erhalten.

Ein Fabrik-Angestellter an einer Maschine
Legende: Die Mindestlöhne sollen nach Meinung des SGBs weitgehend um 100 Franken erhöht werden. Keystone

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat seine Lohnforderungen für das kommende Jahr bekannt gegeben: 1,5 bis 2 Prozent mehr Lohn für die Angestellten und ein höherer Mindestlohn.

Weniger verdient als ein Jahr zuvor

SGB-Präsident Paul Rechsteiner erklärt: «Die Bilanz bei den Löhnen der letzten zehn Jahre zeigt, dass hohe und höchste Einkommen unverhältnismässig zugelegt haben.» Normalverdienende hätten demgegenüber zu wenig profitiert. Der durchschnittliche Arbeitnehmer habe Ende des letzten Jahrzehnts gar weniger verdient als im Jahr 2002. Vor allem Berufsleute mit Lehre seien leer ausgegangen.

Legende: Video SGB-Chefökonom Lampart über die Lohnforderung abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Vom 02.09.2013.

Um rund 100 Franken höherer Mindestlohn

Die Gewerkschafter wollen diese Entwicklung korrigieren. Sie fordern für die MEM- und Nahrungsmittelindustrie Lohnerhöhungen von 100 Franken, für die Chemie- und Pharmaindustrie 150 Franken und für die Bauwirtschaft 80 Franken. Zudem müssten die Frauenlöhne gezielt angehoben werden, um die geschlechtsbedingte Lohndiskriminierung zu bekämpfen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Zuerst Frauenlöhne anheben? Mit dieser Forderung spielt der SGB Wenigverdiendende und Frauen gegeneinander aus - obwohl Frauen oft zu ersteren gehören. Skandalös! Beide Forderungen gehören auf die gleiche Position auf der Prioritätenliste.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen