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Schweiz Annas Grossmutter hat sich in Baden gestellt

Mitte Mai hatte sich Martina Hess zusammen mit ihrer Enkelin nach Südfrankreich abgesetzt. Mit dem Untertauchen wollte die 65-Jährige die Zurückführung der 9-jährigen Anna nach Mexiko verhindern. Heute hat sich die Frau auf einem Polizeiposten in Baden den Behörden gestellt.

Legende: Video Grossmutter versteckt Enkelin abspielen. Laufzeit 11:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 20.05.2015.

Die Geschichte um die verschwundene Anna ist um ein Kapitel reicher. Völlig unerwartet hat sich die 65-Jährige Grossmutter am Mittwochvormittag den Behörden in Baden gestellt.

Spätestens am Donnerstag soll Martina Hess von der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau befragt werden, sagt Sprecherin Sandra Zuber.

Gericht verfügte Rückkehr nach Mexiko

Gestern setzte sich die Grossmutter aus ihren Hausarrest aus Südfrankreich ab und reiste per Zug in die Schweiz, wie verschiedene Medien berichten.

Mit ihrer überstürzten Flucht Mitte Mai wollte Martina Hess die vom Bundesgericht angeordnete Rückführung ihrer Enkelin nach Mexiko verhindern. Ein Bericht der «Rundschau» machte den Fall publik.

Die beiden wurden in Südfrankreich aufgegriffen. Das 9-jährige Mädchen war danach in die Schweiz zurückgebracht und von den Behörden im Kanton Aargau untergebracht worden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von olga frick, trieden
    Man verhandelt zum teil hier die grossmutter als ungeheuer.und was haben asylanten mit diesem kind hier zu tun .dass mädchen ist hier aufgewachsen hat ihrefreudinen hier .wieso respektiert man denn wunsch der kleinen nicht .zählen hier nur paragrafen ? Oder darf sie als mensch auch entscheiden ? Ich finde sie hat dass recht dazu .
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    1. Antwort von Michel Koller, Emmenbrücke
      Nein... eine solche Entscheidung überlässt man nicht einer Neunjährigen, zumal sie sich dann für oder gegen ein Elternteil entscheiden müsste. So etwas mutet man einem Kind nicht zu. Hinzu kommt, dass sich der Vater über eine Abmachung hinweg setzt und dies wohl so geplant hat. Erst das Kind in die Schweiz holen, mit Einverständnis der Mutter und dann einfach nicht mehr weg lassen. Das Recht nach eigenem Gusto auszulegen scheint da ja in der Familie zu liegen. Tolle Vorbilder
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  • Kommentar von A. Kistler, Walensee
    Die einzige Person die hier entscheiden darf und muss ist das Kind. Alles andere ist meines Erachtens inakzeptabel. Oder ist das Mädchen etwa noch nicht alt genug um Menschenrechte zu haben?! Eine Schande für unser Bundesgericht! So ein Fall gehört vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und nicht ob der Kassensturz darf mit versteckter Kamera filmen oder nicht! In was für einer Welt leben wir nur?!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    So, wie die Grossmutter bei mir "rüberkommt", kann man nur hoffen, dass ihr Einfluss nun deutlich reduziert wird. Der Hickhack um das Kind ist grotesk und nicht zu seinem Wohl gedacht. Es geht dabei immer um zerrütte Beziehungen zwischen Erwachsenen, welche einander nichts mehr gönnen mögen und, wenn sich dann noch Grossmütter einmischen: gute Nacht! Wäre besser gewesen, weiter Schutzgeld zu bezahlen (was durchaus unschön und möglich ist), aber auch als Schutzbehauptung für den Vater dient.
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