Zum Inhalt springen

Antrittsbesuch in Bern «Die Schweiz bewusst als erste Auslandsreise gewählt»

Legende: Video Österreichs Vizekanzler Strache in der Schweiz abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.02.2018.
  • Bundesrat Ueli Maurer hat den österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu einem Antrittsbesuch empfangen.
  • «Ich habe bewusst die Schweiz als meine erste Auslandsreise gewählt», sagte Strache nach dem Treffen.
  • Vom Höflichkeitsbesuch erfuhren die Bundeshausmedien nichts vorab.
Ueli Maurer und Heinz-Christian Strache schütteln sich die Hand.
Legende: Bundesrat Ueli Maurer hat den österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zu einem Antrittsbesuch empfangen. Twitter EFD @efd_dff , Link öffnet in einem neuen Fenster

«Die Schweiz war immer ein wichtiger Partner für Österreich und wird dies auch weiterhin bleiben», sagte Strache nach dem Treffen. Das Schweizer Modell der direkten Demokratie sehe er als Vorbild. Ein Ausbau sei für ihn ein langfristiges Ziel in Österreich.

Weitere Themen des Gesprächs waren die bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, die Zusammenarbeit beider Länder, der Föderalismus, Migrations-Fragen sowie die Neuverhandlung des Dublin-Abkommens.

Verständnis äusserte Strache für die Schweiz, weil sich diese bei den Verhandlungen mit der EU über ein neues Rahmenabkommen nicht der Gerichtsbarkeit des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unterordnen wolle. Die Schweiz strebt den Abschluss des Abkommens bis Ende des Jahres an – das wäre während des österreichischen EU-Vorsitzes in der zweiten Jahreshälfte.

Gutnachbarschaftlicher Austausch

Bundesrat Ueli Maurer empfing als Vizepräsident der Eidgenossenschaft den Vizekanzler Strache auf dessen Ersuchen zu einem Antrittsbesuch. Dies entspreche den gutnachbarschaftlichen Gepflogenheiten zwischen den beiden Ländern, teilte die Bundeskanzlei mit.

Bundespräsident Alain Berset hatte bereits Anfang Januar in Wien den österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und den neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz getroffen.

Keine Einladung an die Medien

Vom Höflichkeitsbesuch des FPÖ-Chefs Strache erfuhr beim Mediencorps in Bern niemand. Fernsehbilder gab es nur von einer mitgereisten Journalistin des ORF. Die Bundeshaus-Medien waren nicht eingeladen worden, was sonst üblich ist.

Beim Finanzdepartement hiess es auf Anfrage, der Höflichkeitsbesuch von Strache sei zu unbedeutend gewesen, um die Medien einzuladen. Zudem wäre die Zeit für einen Presse-Termin zu knapp gewesen, erklärte SRF-Bundeshauskorrespondent Christoph Nufer.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Eugen Schneider (eusch)
    Als Vorarlberger Schweizanrainer in Steinwurfweite kenn ich die Schweizer doch ziemlich gut und schätze sie sehr. Fühle mich menschlich, freundschaftlich verbunden und kann vieles positiv nachvollziehen. Ambivalent seh ich die charmant versteckte Seite im schweizer Bankensektor: Platz eins im Schattenfinanzindex 2018 noch vor USA. (Österreich immerhin Platz 35). Na ja, bleiben wir Freunde - man muß ja nicht alles wissen. Trotzdem, ein giftiger Stachel im Fleisch......
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Ich vermute, dass man die Medien ganz bewusst nicht dabei haben wollte, da deren Grundtenor grundsätzlich zumindest überkritisch wenn nicht gar negativ ist, wenn BR Maurer einen FPÖ-ler empfängt. In Anbetracht der guten Beziehungen zum EU-Mitglied Österreich finde ich es angemessen, die Medien auszusperren, da der Schaden, den sie womöglich anrichten zu gross ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Man hat in Bern von Trump gelernt :-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Unsere Bundesräte haben vielleicht alle ihre "Geheimagenda": Leuthard traf sich ja auch zu Kaffee und Kuchen mit Junker ohne das ganze TV Geschwader. Berset traf sich sogar mit Trump, und was da alles in Davos sonst noch an konspirativen Treffen lief, kommt vielleicht erst später aus. Es schlich da ja noch eine Frau May herum... Und Cassis hat den Franzosen bereits vorher schon ein paar Tausend Euros für alte Rechnungen abgeluchst. Ich glaub da tut sich was in Bern. Wird Zeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen