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Schweiz Arbeitslosenquote im Juli unverändert

Keine Bewegung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt im Sommer: Die Arbeitslosigkeit verharrt in der Schweiz im Vergleich zum Juni bei 3,1 Prozent.

Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende Juli 139'310 Arbeitslose gemeldet. Das sind gerade mal 183 mehr als im Juni.

Der leichte Anstieg im Juli sei vollständig konjunkturbedingt, der Saison-Effekt sei praktisch null gewesen, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit des Seco. Der Wendepunkt sei damit zwar noch nicht ganz erreicht, die Tendenz sei aber «recht positiv». Man sei bisher davon ausgegangen, dass der Wendepunkt gegen Mitte Jahr eintreffe. Jetzt müsse man vielleicht noch einen Monat warten.

Zunahme von 4,4 Prozent gegenüber 2015

Insgesamt wurden im Juli des laufenden Jahres 199'347 Stellensuchende registriert, 1784 weniger als im Vormonat, aber 8408 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Das entspricht im Vergleich zum Juli 2015 einer Zunahme von 4,4 Prozent.

Demgegenüber verringerte sich im Juli des laufenden Jahres die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen um 621 auf 10'648.

28 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
    Man wird hier leider ständig abgeblockt wenn man die international nicht anerkannte und arbeitnehmerfeindliche SECO - Arbeitslosenstatistik kritisiert. Die Erwerbslosen-quote ist nämlich die wahrhaftige Arbeitslosenquote und die ist mit über 5% auf dem höchsten Stand seit 6 Jahren. Ein düsteres Bild welches man zu Gunsten der neoliberalen Wirtschaft und zu Lasten von sozial Schwächeren mit einer Abschottung von der international anerkannten Realität schön tünchen will.
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    1. Antwort von HP Korn (HaPeChe)
      "abgeblockt" wird hier niemand. Sondern nur klargestellt, dass diese eine SECO-Statistik nicht "manipuliert" ist sondern nur eine von mehreren Statistiken / Sichtweisen (siehe https://www.amstat.ch/v2/index.jsp) darstellt. Und die internationale ILO-Statistik betrachtet u.a. auch unbezahlt mithelfende Familienangehörige als Erwerbspersonen, ist also auch nicht "die Wahrheit". Es gibt keine international anerkannte "Realität" welche schön getüncht werden soll.
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    2. Antwort von Cherubina Müller (Republic of Lakotah)
      Sie kritisieren die in Europa weitgehend anerkannte Sichtweise und sind überzeugt die SECO - Sichtweise sei die Richtige, genauso wie der Geisterfahrer überzeugt ist alle anderen fahren in die falsche Richtung. Auch wenn die ILO - Zahlen zu finden sind, meistens werden die SECO - Zahlen veröffentlicht, viele vergleichen die SECO - Zahlen mit dem europäischen Ausland welches mit einer anderen Sichtweise rechnet; hat man nichts zu verbergen muss man beide Sichtweisen in den Medien veröffentlichen.
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  • Kommentar von HP Korn (HaPeChe)
    Dass ALV-Bezügern keine Umschulungen und keine den künftig erwartbaren Lohn erhöhende Weiterbildungen bewilligt und - zumindest teilweise - finanziert werden ist ein angesichts der Wirtschaftsdynamik bereits jahrzentelanges Übel, begründet damit, dass sie gegenüber den nicht Arbeitslosen nicht bevorzugt werden dürfen. Hier wäre etwa eine der AHV und PK ähnliche "Um- und Weiterschulungsversicherung" denkbar, die jeder z.B. ab dem 10. Berufsjahr nutzen könnte.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Umschulungen sind nicht Sache des RAV. Umschulungen sind ein längerer Prozess und bedeuten i.d.R. eine komplette Abkehr vom angestammten Beruf. Schon allein wegen dem Zeitrahmen übersteigt die Umschulung die Kapazitäten des RAV-s. Ich persönlich kenne einige, die eine Umschulung bis Niveau Fachausweis gemacht haben. Diese Arbeitnehmer haben ihr Schicksal selber in die Hand genommen, jahrelange Einschränkungen in Kauf genommen (Teilzeitjob, Lohneinbusse, Büffeln am WE usw.). Aus eigener Kraft.
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    1. Antwort von HP Korn (HaPeChe)
      Für - insbesondere - Männer mit Familie ist das nur schwer möglich - und im Stadium der "Stellensuche" seitens des RAV gar nicht erlaubt, da eine solche Weiterbildung die "Vermittlungsfähigkeit" einschränkt. Macht jemand das dennoch, dann werden die ALV-Taggelder reduziert oder sogar ganz gestrichen. Hier hätte der Gesetzgeber massiven Handlungsbedarf - allerdings kann man sich damit kaum Stimmen holen. Populistische Parteien werden also nichts unternehmen.
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