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Schweiz Arbeitslosigkeit auf höchstem Stand seit April 2010

In der Schweiz hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zum Jahresende verschärft. Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember auf 3,7 Prozent. Im November hatte sie 3,4 Prozent betragen.

Ende Dezember waren fast 160‘000 Menschen in der Schweiz als arbeitslos registriert. Das sind gut 11‘000 mehr als vor Jahresfrist, wie das Seco mitteilt, das Staatssekretrariat für Wirtschaft.

Legende: Video Arbeitslosigkeit steigt stark abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 08.01.2016.

Im Jahresdurchschnitt waren 143‘000 Menschen arbeitslos, das sind 6000 mehr als im Vorjahr. Insgesamt hat die Arbeitslosigkeit also wie erwartet im letzten Jahr zugenommen, doch nicht so stark, wie zum Teil befürchtet wurde.

Starke Zunahme zum Jahresende

Insbesondere gegen Ende Jahr nahm die Zahl der Arbeitslosen allerdings stark zu; und zwar nur zum Teil aus saisonalen Gründen. Auch das rückläufige Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf dürfte dazu beigetragen haben, so das Seco.

Auch die Zahl der ausgesteuerten Arbeitslosen hat im letzten Jahr zugenommen. Die vorliegenden Zahlen bis Ende Oktober zeigen, dass Monat für Monat mehr als 3100 Arbeitslose ausgesteuert wurden, weil ihre Bezugsdauer für Arbeitslosen-Taggelder ausgelaufen ist,. Das sind deutlich mehr Aussteuerungen als in den Vorjahren.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit einem Jahresdurchschnitt von 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Sie hat sich seit 2011 kaum verändert. Bei den älteren Arbeitnehmern (ab 50 Jahren) liegt die Quote mit 2,9 Prozent zwar ebenfalls nur geringfügig höher als im Vorjahr. Doch diese Quote nimmt seit 2013 stetig zu.

Legende:
Entwicklung der Arbeitslosenquote Zahl der registrierten Arbeitslosen am Stichtag geteilt durch die Zahl der Erwerbspersonen (seit 1. Jan. 2010: 4‘322‘899 Personen) gemäss Strukturerhebung 2010 der Eidg. Volkszählung. Seco

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17 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Solange der willige Büezer nicht Inhaberaktien erwerben kann, wo er beschäftigt ist, wird er nie an den Gewinnen der Firmen teilhaben und Sklave bleiben. Es wird dann eines schönen Tages wie bei den Webstühlen und anderen Maschinen vor 100 Jahren, immer weniger Leute für manuelle Arbeit benötigen und die Not wird wieder kommen, wie damals. Denn das Hamsterrad der Unternehmen wird sich weiter drehen -weil die Räder der Auslandkonkurrenz auch drehen. Das ist das blutige Gesetz des Wachstums-Wahn.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Da kann gesehen werden wie fortschrittlich unsere eigenen Leute geschult werden, der Selbstbedienungsladen im Ausland ( Rosinenpicken - wie uns immer vorgeworfen wird ) muss beendet werden. Es kommt natürlich billiger für die Herren Manager - (keine Patrons und Unternehmer mehr ! ) man nehme sich aus dem Ausland- Lager was gerade brauchbar und günstig ist, die CH- Arbeitslosen bezahlt dan so oder so wieder der Büezer und die Gewinne verschwinden in einer Briefkastenfirma oder sonst im Ausland.
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  • Kommentar von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
    Sind da die ausländischen Fachkräfte, die die Wirtschaft so dringend braucht, schon mit eingerechnet?
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