Zum Inhalt springen

Arbeitsmarkt im Oktober Weniger Arbeitslose als im Vorjahr

Die Arbeitslosenquote ist stabil. Massenentlassungen wirken sich nicht negativ aus. Die Prognose für 2018 ist gut.

Legende: Audio «Massenentlassungen haben die Arbeitslosigkeit nicht erhöht.» abspielen. Laufzeit 3:52 Minuten.
3:52 min, aus SRF 4 News aktuell vom 09.11.2017.

Die Arbeitslosenquote blieb den fünften Monat in Folge unverändert bei 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Arbeitsmarkt im Oktober erholt.

Wir spüren am Arbeitsmarkt seit einigen Monaten eine positive Grundtendenz.
Autor: Boris ZürcherLeiter Direktion für Arbeit, Seco

«Die Zahlen zeigen, dass sich die Chancen der Arbeitssuchenden am Arbeitsmarkt verbessert haben», erklärt Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Offenbar werde nun vermehrt wieder aus dem Bestand der Arbeitslosen rekrutiert.

Die wichtigsten Zahlen

  • Es gab im Oktober 134'800 arbeitslose Personen: Knapp 10'000 weniger als im Vorjahr.
  • Die Arbeitslosenquote lag bei 3 Prozent – vor einem Jahr betrug sie noch 3,2 Prozent.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit nahm am stärksten ab.

Massenentlassungen ohne Wirkung

Die guten Zahlen stehen im Widerspruch zu den negativen Schlagzeilen aus der Schweizer Wirtschaft: In den letzten Wochen kam es zu diversen Massenentlassungen. Erst gestern gab der Verlag Ringier bekannt, sie schliesse die Zeitungsdruckerei im Luzerner Vorort Adligenswil, in der 172 Personen arbeiten. Und trotzdem ist die Lage am Arbeitsmarkt stabil. Boris Zürcher erklärt die Situation mit dem Fachkräftemangel. «Entlassene finden oft schon während der Kündigungsfrist eine neue Anstellung», erklärt er. Auf nationaler Ebene seien in der Arbeitslosenstatistik keine Effekte messbar gewesen, die man auf Massenentlassungen hätte zurückführen können.

Prognose für 2018

Insgesamt erwarte das Staatssekretariat für Wirtschaft im kommenden Jahr einen «langsamen, aber stetigen Rückgang» der Arbeitslosigkeit.

Boris Zürcher

Boris Zürcher
Legende: Boris Zürcher seco

Boris Zürcher ist Leiter der Direktion für Arbeit des Seco, dem Kompetenzzentrum des Bundes für Wirtschaftspolitik. In seinem Amt analysiert er auch die Daten zum Arbeitsmarkt und macht Prognosen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reto Jorns (rjo)
    Wir werden immer für dumm verkauf mit diesen Statistikzahlen. Schon recht seltsam das die Quoten immer etwa gleich bleiben. Ist halt einfach die Leute die aufs Soz-Amt müssen einfach so auszublenden. Auch Stellenausschreibungen und deren Profile sollten einmal hinterfragt werden. Ich habe so das Gefühl, dass gewisse Firmen hohe Anforderungen stellen, um keinen CH finden zu können, damit sie nachher die Berechtigung haben einen günstigen EU einzustellen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Wenn Arbeitslosenzahlen konstant geblieben sind, dann muss die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter angestiegen. Der PVZ mit EU sei "Dank".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Immer mehr Städter benötigen Sozialhilfe ! https://www.srf.ch/news/schweiz/anstieg-von-ueber-5-prozent-immer-mehr-staedter-benoetigen-sozialhilfe
    Ablehnen den Kommentar ablehnen