Zum Inhalt springen

Schweiz Armee soll doch mehr Geld erhalten

Die Schweizer Armee soll in den nächsten vier Jahren nun doch 20 Milliarden Franken erhalten. Der Bundesrat ist auf die Linie des Parlaments eingeschwenkt. Bisher wollte die Regierung wegen der angespannten Lage der Bundeskasse in diesem Zeitraum 18,8 Milliarden Franken für die Armee aufwenden.

Soldaten in Reih und Glied stehend.
Legende: Das Militär erhält mehr Geld vom Bund. So will es nun auch der Bundesrat. Keystone / Symbolbild

Der Bundesrat dem Druck des Parlaments nach und erhöht den Zahlungsrahmen auf insgesamt 20 Milliarden Franken bereits für die Jahre 2017 bis 2020, wie das Finanzdepartement (EFD) schreibt.

Einen Zahlungsrahmen von 5 Milliarden Franken pro Jahr für 2017 bis 2020 stellte Verteidigungsminister Guy Parmelin im März eigentlich erst ab 2020 in Aussicht. Grundsätzlich stehe der Bundesrat aber hinter diesem Ausgabenplafond, sagte Parmelin damals. Auf den Betrag von 5 Milliarden Franken hatten sich National- und Ständerat bei der Armeereform geeinigt.

Um dies zu finanzieren, soll die Armee beim Stabilisierungsprogramm 2017 bis 2019 geschont werden. Gemäss EFD muss sie anstatt ursprünglich 243 noch 131 Millionen Franken einsparen.

Dies hat der Bundesrat im Rahmen einer ersten Diskussion über die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Stabilisierungsprogramm entschieden. Damit möchte er rund 1 Milliarde Franken pro Jahr sparen, um die Schuldenbremse auch in Zukunft einzuhalten. Grund für das Sparpaket sind primär die starke Aufwertung des Franken nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses.

16 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Offensichtlich braucht die Armee weitere Beschaffungsskandale & teure Euro-Aufrüstungen bevor auch noch der hinterste und letzte Politiker & Militärkopf merkt, dass die Armee mit ihrer heutigen Ausrichtung wirkungslos bleiben wird. Aktuell beruhigen wir mit ihr nur das Gewissen! Hauptsache die Leute glauben daran.Ist wie bei einer Versicherung, wenn man sie braucht, zahlt sie eben gerade diesen Schaden nicht. So kommt unsere Armee heute daher! Also haut die Kohle raus auch wenn es nichts bringt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Gut, dass wir nicht auch das noch in die Bundesverfassung aufnehmen müssen, nur weil der BR täubelet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von christoph Valli (christoph06)
    Jedes Land hat eine Armee. Die Eigene oder eine Fremde. Ich weiss, der Spruch klingt abgedroschen, ist aber leider dennoch war. Es wird immer mehr Konfliktherde geben. Alleine schon durch das Bevölkerungswachstum.Von mir aus kann sie auch beträchtlich mehr kosten pro Jahr, aber es wäre sinnvoll sich auf aktuellere Bedrohungslagen einzustimmen oder sich zu professionalisieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Jedes Land hat eine Armee. Und natürlich immer die Beste.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Niklaus Bächler (parteilos!!)
      In der Tat, Herr Valli, sehr abgedroschen! Dass die Armee endlich auf die anstehenden Bedrohungen einzustimmen wäre, versuche ich hier seit Jahren zu erläutern. Doch lieber stampft man Pisten oder hilft bei Schwingfesten. Der Armee fehlt die Legitimation, denn sie ist nicht einmal ansatzweise auf die asymmetrische Kriegsführung eingestellt. Noch immer glauben viele an den Panzerkampf im Mittelland! Ein Riesenwitz!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen