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Schweiz Armeechef warnt vor sozialer Unruhe und Terror

Er sieht wachsende Terrorgefahren auch hierzulande und warnt vor zunehmenden sozialen Schieflagen in der Schweiz. Angesichts der heraufziehenden Risiken kritisiert Armeechef André Blattmann die Rotstift-Mentalität unter der der Sicherheitsapparat in den letzten Jahren gelitten habe.

Blattmann
Legende: Armeechef Blattmann: Kritik an Einsparungen beim Militär vor dem Hintergrund der Bedrohungslage. Keystone

Erstmals seit den Anschlägen von Paris im November hat Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee, zur veränderten Bedrohungslage gerade auch für die Schweiz Stellung bezogen.

Die «sicherheitspolitischen Ereignisse haben sich in den letzten zwei Jahren überschlagen», konstatiert der oberste Militär in einem Gastbeitrag für die «Schweiz am Sonntag». Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund räche sich nunmehr, dass im Bereich Militär und Sicherheit gespart worden sei: «Die Substanz zur Verteidigung wurde verringert.»

Migrantenströme

Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die Bedrohungslage komplexer geworden sei. «Selbst wenn wir heute (noch) nicht direkt von den kriegerischen Ereignissen auf der Welt betroffen sind, die Auswirkungen sind bereits bei uns angekommen», so Blattmann weiter.

Seine Analyse der Bedrohungslage ist umfassend: «Die Terrorbedrohung steigt, hybride Kriege werden rund um den Erdball ausgefochten, die wirtschaftlichen Aussichten verdüstern sich, die resultierenden Migrationsströme – Kriegsvertriebene und Wirtschaftsflüchtlinge – haben bereits ungeahnte Masse angenommen.»

Das Vokabular wird gefährlich aggressiv
Autor: André BlattmannChef der Schweizer Armee

Und nach seiner Einschätzung «steigen die Risiken doppelt», weil auch die ökonomischen und sozialen Brennpunkte ins Kalkül gezogen werden müssten: Zum schwächeren Wirtschaftsverlauf käme noch die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt hinzu: «Soziale Unruhe kann nicht ausgeschlossen werden, das Vokabular wird gefährlich aggressiv.»

Vor dem Hintergrund seiner Analyse zieht er in seinem Beitrag ein ernüchterndes Fazit: «Die Mixtur wird zunehmend unappetitlich. Die Grundlagen unseres Wohlstandes sind seit langem wieder einmal in Frage gestellt.» Und dabei erinnert der Armeechef schlussendlich sogar an die Erfahrungen von 1939/45.

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183 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Und trotzdem wollen die heimatmüden Fantasten aus der linken Szene die Armee abschaffen und so dem VBS Chef Ueli Maurer (SVP) den Traum von der besten Armee der Welt vermiesen.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Die Armee ist, wenn überhaupt, vor allem für die Zivilbevölkerung da. Und nicht für die Privatträume eines Bundesrates.
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    2. Antwort von Johannes Schwärzel (Joe Black)
      Ja! Der Zivilschutz ist sowieso besser ausgebildet und ausgerüstet um mit Migrantenströme, welche sicher zunehmen werden, umgehen zu können. Also Armee weg und das Geld dafür in bessere Ausbildung und Ausrüstung des Zivilschutzes zu stecken (und eventuell Zivilschutz-Anlagen auf oberirdisch zu verlegen)!!
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  • Kommentar von elize naude (elize)
    "unser" armee"chef" blattmann... nimmt kein blatt vors mund man(n)... warnt vor sozialer unruhe und terror... eigen werbung & aufhetzerei...
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Vor allem fanden islamistische Anschläge in Europa wie die Madrider Zuganschläge bereits 2004 statt. Ist leider alles nicht neu, auch wenn nach dem letzten in Paris die Ziele von Terroristen nochmals ausgeweitet wurden. Und bisher waren eher Polizisten Opfer als Soldaten. Und im Zentrum stehen meist Städte und keine Bunker in den Bergen.
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  • Kommentar von F Selvä (Liberal)
    Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern zeigte auf von wo in Deutschland die meiste Gefahr ausgeht... Von Linksextremen. So schilderte er zb. einen Fall wie eine Reisebus voller ällterer Herrschaften von Linksextremen angegriffen und viele verletzt wurden. Auch in der Schweiz gab so dramatische Fälle von Linksextremen welche zb. Polizeiautos anzündeten und Menschenleben gefährdeten. Das alles provozieren solch linke Parteien wie die SP welche dauernd gegen Andersdenkende aufgehetzt
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Habe den angeblichen Artikel endlich gefunden. "Die Welt" vom 30.6.15. F Selvä vergisst dabei zu erwähnen, dass im gleichen Artikel die Zahlen für politisch motivierte Straftaten publiziert sind und jene der Rechtsextremen viermal (!) so hoch sind wie jene der Linksextremen, und erst noch steigend. Ein Zitat wie von F Selvä angegeben gibt es nicht dabei. De Maizière hat ziemlich ausgewogen sämtliche Gewalt von allen Seiten verurteilt, was für einen Innenminister auch korrekt ist.
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    2. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Argumentiert wird mit den Zahlen, die einem nützen. Vollständigkeit ist von allen Extremen nicht zu erwarten. Die Bürger, die dieses Spiel durchschauen, sind in der Minderheit. Das beschert den Extremen europaweit Zulauf. Solange dieser anhält, verschärft sich die Lage bis hin zur Explosion. Auf Kommunikationskriege folgen physische Gewaltakte. Schuld sind dann immer "die anderen". Der Durchschnittsmensch von heute ist ein steuerbares Instrument, ohne sich dessen bewusst zu sein.
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    3. Antwort von F Selvä (Liberal)
      "Argumentiert wird mit den Zahlen, die einem nützen. Vollständigkeit ist von allen Extremen nicht zu erwarten." Da haben Sie recht, Herr Dudle. Darf ich Sie an Ihre Worte erinnern, wenn wieder Einseitig gegen die SVP und deren Sympathisanten ausgeteilt wird? Danke für die indirekte Bestätigung, Herr Müller, betreffend des Vorfalles. Ich verurteile beide Gewalten. Ich darf Ihr Einwurf aber sicher auch dann erwarten wenn im gleichen Stil gegen SVP und Rechtsextreme "einseitig" ausgeteilt wird?
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    4. Antwort von F Selvä (Liberal)
      "Argumentiert wird mit den Zahlen, die einem nützen. Vollständigkeit ist von allen Extremen nicht zu erwarten" Und der nächste primitive Persönliche Angriff. Ich gehöre zu keiner Extreme. Ich gab lediglich im selben Stil wie vor Rechtsextrem und SVP gewarnt wird zu verstehen, dass es das selbe bei Linksextremen und der SP zu warnen gibt. Erstaunlich wie dann die Empörung Gross ist. Zumal -wie Herr Müller einräumt- es Fakten sind was ich erwähnen. Ihn störte nur die fehlende Vollständigkeit
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    5. Antwort von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
      Wer kann, ausser F Selvä selbst, die Daumen-Rauf drücken, wenn's sich um eine offensichtliche und bewusste Falschinformation handelt und er dessen seit gestern Nacht überführt wurde?
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    6. Antwort von F Selvä (Liberal)
      "Die Polizei sucht mit Plakaten nach Zeugen für linksextreme Ausschreitungen in Leipzig." "5. Juni etwa 70 bis 100 Angehörige der linksextremen Szene getroffen, um „offenbar zuvor verabredete Gewalthandlungen“ zu begehen. Es sei zu einem „hemmungslosen Gewaltexzess“ gekomme" " Polizei fahndet mit Plakaten nach Linksextremisten ... An einem vorbeifahrenden Reisebus wurde die Frontscheibe zerschlagen." Alles aus dem Focus. Sie , Kunz dürfen es nicht wahrhaben. Aber es gibt Linksextreme Gewalt
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    7. Antwort von F Selvä (Liberal)
      "Wer kann, ausser F Selvä selbst, die Daumen-Rauf drücken, wenn's sich um eine offensichtliche und bewusste Falschinformation handelt und er dessen seit gestern Nacht überführt wurde" Das sind gleich 2 üble Verleumdungen von Linksaussen Kunz. WARUM WIRD SOWAS aufgeschaltet. Weder drücke ich bei mir "gefällt mir" noch wurden diese FAKTEN letzte Nacht widerlegt. Es gab nur radikale Sprüche und Nazivergleiche, welche ich ablehne aber mir nicht gefallen lassen werde.
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    8. Antwort von Johannes Schwärzel (Joe Black)
      Um solche Märchen zu erzählen muss man lügen, verdrehen und 50 Jahre in der Geschichte zurückgehen. Eine Zahl in Deutschland: 164 Tote bei Rechtsextremen Übergriffen dieses Jahr. 0 Tote bei Linksextremen Übergriffen seit 1990.
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    9. Antwort von F Selvä (Liberal)
      Ich bin KEIN Lügner. Das sind FAKTEN. Entnommen vom "Focus" Und ich sprach auch nicht über Todesopfer. Ich veruteile beide Extreme Gewaltausbrüche. Links-und Rechtsextrem
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    10. Antwort von F Selvä (Liberal)
      Unglaublich wie im Forum hier Linksradikale einem ständig angreifen, nur schon wem man wagt Fakten zu nennen von Linksextremer Gewalt. Das ist nun einmal Tatsache. Das heisst aber nicht, es gibt darum keine Rechtsextreme Gewalt. Beides ist scharf zu verurteilen. Auch wenn die Linksradikalen hier die Linksextreme Gewalt nicht wahrhaben wollen, so gibt es diese trotzdem.
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