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Schweiz Asylgesuche: 48-Stunden-Verfahren zeigt Wirkung

Die Einführung des 48-Stunden-Verfahrens bei den Asylgesuchen zeigt Wirkung. Die Gesuchszahlen aus den visumsbefreiten Balkanstaaten nehmen ab. Entsprechend sind die Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes zurzeit nicht mehr überbelegt.

Asylsuchende im tessiner Asylempfangs- und Verfahrenszentrum in Chiasso. (keystone)
Legende: Die Asylgesuche im November 2012 sanken im Vergleich zum gleichen Monat vor einem Jahr. Keystone

Insgesamt wurden im November in der Schweiz 2'376 Asylgesuche eingereicht, 31 Gesuche weniger als im Vormonat und 190 weniger als im November 2011.

Wurden im Oktober 61 Gesuche von serbischen Staatsbürgern eingereicht, waren es im November noch 34. Die Gesuche aus Mazedonien fielen von 18 auf 11. Trotz des 48-Stunden-Verfahrens stieg allerdings die Zahl der Gesuche aus Bosnien und Herzegowina von 18 auf 33.

Zentren nicht mehr überbelegt

Laut dem Bundesamt für Migration sind die Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes zurzeit nicht mehr überbelegt. Seit der Einführung des 48-Stunden-Verfahrens am 20. August 2012 nahmen die Gesuche deutlich ab: Serbien (-91,7%), Bosnien und Herzegowina (-66%) und Mazedonien (-95,7%).

Die meisten Gesuche kamen im November aus Eritrea und Nigeria.

Asylgesuche nach Herkunftsland im November 2012

LandAsylgesuche November 2012 (Vgl. zum Vormonat)
Eritrea295 (-49)
Nigeria289 (+54)
Tunesien189 (-23)
Afghanistan160 (+54)
Syrien136 (-25)

Zahl der Ausschaffungen hat zugenommen

Die Zahl der Erledigungen belief sich in den ersten elf Monaten 2012 auf 23'277 Gesuche. Im Vergleich zur Vorjahresperiode bedeutet dies eine Steigerung um 33,4%. Im November 2012 haben 1196 Personen die Schweiz behördlich kontrolliert auf dem Luftweg verlassen. Damit reisten dieses Jahr 12'674 Personen aus, 3213 Personen mehr als im Jahr 2011.

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