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Schweiz Asylgesuche in der Schweiz weiter rückläufig

In der Schweiz sind im dritten Quartal erneut weniger Asylgesuche eingereicht worden als im Vorquartal. Deren Zahl erreichte den tiefsten Wert seit 2011.

Zwei Asylsuchende im Zentrum Realp
Legende: In den Schweizer Asylzentren (im Bild Realp) ist die Situation seit mehreren Monaten entspannt. Keystone

Während in Süditalien und insbesondere auf der Insel Lampedusa die Flüchtlingsströme traurige Spitzenwerte erreichen, ist die Zahl der Migranten in der Schweiz weiterhin rückläufig.

Legende: Video Weniger Asylgesuche und niemand weiss, weshalb abspielen. Laufzeit 1:34 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.07.2013.

In den Monaten Juli, August und September reichten Asylsuchende in der Schweiz 4861 Anträge ein. Tiefer war dieser Wert letztmals im ersten Quartal 2011. Gegenüber der Vorjahresperiode beträgt der Rückgang 38 Prozent. Noch im vergangenen Jahr hatte die Schweiz europaweit den vierthöchsten Anstieg der Asylgesuche verzeichnet.

Eine Zunahme bis Ende Jahr hält das Bundesamt für Migration (BFM) aber durchaus für möglich. Denn in den letzten Monaten seien mehr Menschen in Süditalien angekommen. Das Bundesamt geht jedoch davon aus, dass die Schweiz den Asylsuchenden in erster Linie als Transitland auf dem Weg nach Nord- und Westeuropa dient.

Schweiz weniger attraktiv

Im dritten Quartal 2013 sank die Zahl der eingereichten Asylgesuche um 405. Im September gingen noch weniger Gesuche (1488) ein als im August (1554), wie die jüngste Asylstatistik des BFM zeigt. Die Schweiz habe Lauf des letzten Jahres als Zielland für Asylsuchende an Attraktivität verloren, hält das Bundesamt in einer Mitteilung fest. Sie verzeichne damit einen gegenläufigen Trend zu Europa, wo die Asylgesuche um rund 20 Prozent zunahmen.

Mehr Gesuche aus Eritrea und Syrien

Wichtigstes Herkunftsland der Asylsuchenden in der Schweiz war auch im dritten Quartal Eritrea (764 Gesuchen, +41 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal). Dahinter folgten Syrien (355, +61 Prozent), Nigeria (296, -46 Prozent) und Tunesien (251, -55 Prozent).

28 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Im nächsten Jahr würden weitere 2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien fliehen" ... heisst es aus der UNO. http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/UNO-Weitere-zwei-Millionen-Syrien-Fluechtlinge;art391,1210934 Daher dürfte diese Beruhigungspille, die man hier mit diesen neuen Zahlen dem Volk verabreicht, nur kurzfristig wirken. Zusammen mit den Flüchtlingen aus Afrika und dem Kaukasus dürfte daher der Druck auf die CH weiter anhalten.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Um zu pralen, müsst ihr die Zahlen mit der Zeit als Herr Blocher Bundesrat war vergleichen. Das würde sich wohl keiner aus dem verantwortlichen Departement wagen.
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    1. Antwort von Fadri Pitsch, 8004 Zürich
      @MArianne Roe Gwatt. Da haben Sie aber ein Eigentor geschossen. Herr Vögeli wie er neuerdings genannt wird, hat eben das Problem nicht gelöst.Im Gegenteil, er hat viele Dossier in der Schublade verstauben lassen und Vorschläge unterbreitet die nicht Mehrheitsfähig waren. Bitte bleiben Sie bei den Fakten. Und,dass er abgewählt wurde spricht nicht für Herrn Bocher. Ueberwinden Sie doch dieses Kapitel. Vögeli hat wenig bis gar nichts verändert in den 4 Jahren.Nur verschoben.
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      F.Pitsch Ich staune immer wieder, wie doch viele glauben zu wissen was im Bundeshaus geschah als Hr. Blocher dieses Amt inne hatte. Frage woher wissen all diejenigen, die solche Behauptungen von sich geben, wie dieses Amt geführt wurde? Wieso weiss man nichts von den andern die auch mitbeteiligt waren, z. B. die Nachfolgerin E.Widmer, wieso ist es immer nur dieser Herr Blocher. Diese Mutmassungen wirken mit der Zeit unglaubwürdig. Könnte es nicht sein, dass dies der SP mehr schadet als nützt?
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Nun das Zahlenspiel von sda kann niemand mehr glauben, denn die hängenden Gesuche wurden nicht einbezogen und deren Anzahl ist beträchtlich. Genauso wie bei den Arbeitslosenzahlen wo die ausgesteuerten auch nicht erfasst sind. Zahlen sind mit vorsicht zu geniessen, denn es sind handfeste Interessen die hinter den Manipulationen stecken.
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