Zum Inhalt springen

Schweiz Asylheim in Alpnach nimmt Betrieb auf

In Alpnach (OW) ist die neue Unterkunft für Asylsuchende eröffnet worden. Die Truppenunterkunft bietet Platz für bis zu 100 Personen und wird für sechs Monate in Betrieb sein. Weil sich die Anlage in der Nähe des Dorfkerns befindet, wurden bestimmte Vereinbarungen getroffen.

Truppenunterkunft in Alpnach
Legende: Die Unterkunft eignet sich wegen ihrer oberirdischen Lage auch für die Beherbergung von Frauen und Kindern. Keystone

Die Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach wird bis am 18. Februar 2014 neu ankommenden Asylsuchenden als Wohnanlage dienen. Bis zu 100 Personen finden darin Platz.

Der Bund plant, darin junge Männer, Frauen und Familien mit Kindern unterzubringen. Die Flüchtlinge stammen mehrheitlich aus Nordafrika und Afghanistan. Sie werden jeweils durchschnittlich vier bis sechs Wochen in Alpnach bleiben.

Securitas rund um die Uhr im Einsatz

Anfang Juni informierten das Bundesamt für Migration (BFM) und die Gemeinde, dass es für die Asylbewerber Sperrzonen geben werde. Doch die Ereignisse im aargauischen Bremgarten, die sogar international für Aufruhr sorgten, führten zu einer Anpassung.

In der ersten Fassung wurden konkrete Orte und Bereiche erwähnt, die die Asylbewerber nicht betreten dürfen. Neu heisst es nun: «Der Zugang zu (…) öffentlichen Orten und Anlagen sowie zu privaten Grundstücken richtet sich nach den entsprechenden Bestimmungen des öffentlichen und des privaten Rechts.»

Legende: Video Alpnacher Gemeindepräsidentin bezieht Stellung abspielen. Laufzeit 0:38 Minuten.
Vom 20.08.2013.

Die Gemeinde informierte die Bevölkerung nicht direkt über die Änderung. Die Gemeindepräsidentin Kathrin Dönni sagte, dass sich die Situation dadurch nicht verändert habe. Schliesslich habe sich der Gemeinderat vom BFM bestätigen lassen, dass die «Sicherheitsvorkehrungen, die im Konzept enthalten sind, durch die formelle Änderung beim Alten bleiben».

Das Sicherheitskonzept sieht vor, dass die Securitas sei jeden Tag rund um die Uhr präsent ist. Für die Bevölkerung stehe eine Telefon-Hotline zur Verfügung, bei der Probleme gemeldet werden könnten, heisst es von Seite des BFM.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Seit der Annahme der Asylgesetzrevision durch das Volk im Juni 2013 kann der Bund eigene Bauten für maximal drei Jahre als Asylunterkunft betreiben. Dafür ist weder die Bewilligung des Standortkantons noch der Standortgemeinde nötig" Mit der neuen Asylgesetzrevision hat man den Bürger offenbar ordentlich veräppelt. Insbesondere, da sich auch mit der neuen Asylgesetzrevision am ganzen Asylunwesen ohnehin nichts ändern wird. Weiterhin nichts gewesen ausser Spesen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Asylgesuche muessen geprueft werden, einverstanden, aber in dieser Zeit sollten die "Suchenden" die Unterkunft, respektive die Anlage wo sie wohnen nicht verlassen duerfen.. DAS wuerde vielen Falschfluechtlingen den Mumm nehmen, ueberhaupt in der CH anzufragen... wetten dass!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pius, luzern
    Bei so manchen Komentaren läuft es mir kalt den Rücken runter. Wer den Leuten nicht einmal auf begrenzte zeit ein Dach über dem Kopf anbieted um zu prüfen aus welchem grund und ob zurecht er asyl beantragt und sie lieber schon an der grenze ohne sie zu verstehen mit der waffe zur rückkehr zwingen wollen, kann keine ahnung haben wovon er spricht. ps: wenn man jedesmal eine news senden würde, wenn jemand an einem Ärztefehler stirbt, dann hätten wir in einem halben jahr ein Ärzteproblem.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Hufschmid, Kt. Zürich
      Pius, viele denken so wie Sie. Aber schauen Sie bitte doch mal genauer hin und schauen Sie hinter die Kullissen, nehmen Sie sich Zeit dafür auch auf der Homepage der Eidgenossenschaft zu lesen. Das ganze hat leider nichts mehr mit "richtigem" Asyl zu tun. Zudem kann man Bürger nicht zur Opfergabe zwingen wie es unsere Bundesrätinn tut. So produziert man Hass und Rassismus.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen