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Kein Anstieg für Asysuchende
Aus Tagesschau vom 30.08.2015.
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Schweiz Asylsuchende ziehen an der Schweiz vorbei

Im Unterschied zu Deutschland findet in der Schweiz kein Ansturm von Asylsuchenden statt. Das hat vor allem mit zwei unterschiedlichen Routen der Asylsuchenden zu tun.

Die Zahl der Flüchtlinge, die zurzeit von vielen Richtungen nach Europa ziehen, ist gross. Allein Deutschland rechnet dieses Jahr mit 800‘000 Asylsuchenden.

Auch in der Schweiz ist die Lage angespannt. Aber einen Ansturm gibt es vorläufig nicht. Das hat nebst verschiedenen Gründen auch mit den unterschiedlichen Richtungen zu tun, welche die Asylsuchende für ihre Flucht wählen.

Ein Pfeil zieht durch die östilchen Europaländer und endet in Deutschland.
Legende: Die Balkanroute. SRF

Route über den Balkan oder das Mittelmeer

Über die Balkanroute kommen vor allem Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan oder Irak. Diese Route ist seit vergangenem Juni im Fokus. Die Menschen ziehen bei dieser Route an der Schweiz vorbei.

Zu den Gründen meint Martin Reichlin, Sprecher Staatssekretariat für Migration: «Die Schweiz ist für diese Personengruppe kein primäres Zielland.» Das habe mit der Diaspora der Asylsuchenden zu tun. Solche Gemeinschaften seien in der Schweiz nicht so stark vertreten. Allerdings gebe es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel die eritreische Diaspora in der Schweiz, so Reichlin.

Anders sieht das in deutschen Metropolen aus, beispielsweise in Berlin. Hier gibt es diese Diasporas für Syrer und Iraker. In diesen Ballungsgebieten können die Asylsuchenden leichter Fuss fassen. Arbeit finden sie unter anderem in Restaurants oder kleineren Betrieben ihrer Landsleute.

Keine Anzeichen für erneuten Anstieg

Stefan Schlegel vom Think-Tank «Forum Aussenpolitik foraus» benennt die Gründe: Die Einstiegsschwelle ist für Asylsuchende dort niedrig, wo diese Menschen auf grosse Städte stossen, die bereits über eine Diaspora von Landsleuten verfügen. Hier können sie ihre eigenen Fähigkeiten einbringen, da sie auf ein grosses Netzwerk mit angegliedertem Gewerbe zählen können.

Die Route ist eine Frage der Chancen, die die Asylbewerber sehen. Für die Schweiz bleibt derzeit die Mittelmeerroute bestimmend. Das Staatssekretariat für Migration sieht im Moment keine Anzeichen dafür, dass die Zahl der Asylgesuche erneut stark ansteigen könnte.

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schlemihl Wrobel  (Peter Schlemihl)
    Die Zahl von 800'000 die in diesem Artikel genannt wird, ist unseriös. Ich bitte doch darauf hinzuweisen, dass in Deutschland von Januar bis Juli 2015 nicht mal 200'000 Asylgesuche eingereicht wurden (in 7 Monaten).
  • Kommentar von Peter Escher  (Peter Escher)
    Moriz Stiefel (San), Zürich / .. und wie sollte UNSEREN < Ausgesteuerten - Schweizer - Flüchtlingen > geholfen werden ? !!
  • Kommentar von Peter Escher  (Peter Escher)
    Peter Schlemihl Wrobel (Peter Schlemihl), Kapstadt / .. ein < kleiner Teil > ist relativ; - 800'000 ( 2015 ) nach D, eher VIEL !
    1. Antwort von Peter Schlemihl Wrobel  (Peter Schlemihl)
      Von Januar bis Juli 2015 wurden in Deutschland knapp 200'000 Asylanträge gestellt. Also bitte keine Fantasiezahlen erfinden.
    2. Antwort von Peter Schlemihl Wrobel  (Peter Schlemihl)
      Weiter sollte man festhalten, dass allein in Südafrika mehr Flüchtlinge leben als in der ganzen EU und EFTA zusammen. Im grössten Flüchtlingslager in Kenia leben allein 350'000 Flüchtlinge. Im Libanon und in der Türkei sind es über 1 Million Flüchtlinge nur aus Syrien. Einfach dass Sie mal die Relationen sehen zu den 200'000, die 2015 in D einen Antrag gestellt haben.