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AKW Gösgen wegen Reparatur vom Netz
Aus Tagesschau vom 17.08.2015.
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Schweiz Atomlos durch die Nacht

Zur Reparatur eines Dampflecks im Turbinenkreislauf musste in der Nacht das AKW Gösgen vom Netz genommen werden. Weil auch die übrigen Schweizer Atomkraftwerke wegen Revisionen und Reparaturen nicht in Betrieb sind, wird hierzulande bis auf weiteres kein Atomstrom mehr produziert.

Am Samstag wurde im AKW Gösgen ein Dampfleck im nichtnuklearen Turbinenkreislauf festgestellt. Noch in der Nacht wurde das Kraftwerk zur Klärung der Ursache und für die nötigen Reparaturen vom Netz genommen. Damit produziert derzeit keines der Schweizer Atomkraftwerke Strom. Gösgen dürfte laut einem Sprecher allerdings noch diese Woche wieder ans Netz gehen.

Kühlturm des AKW Gösgen.
Legende: AKW Gösgen: Die Reparaturarbeiten beginnen am späteren Nachmittag. Keystone

Seit Freitag ist auch Block 2 des AKW Beznau nicht mehr in Betrieb. In einer vier Monate dauernden Revision soll unter anderem der Deckel des Reaktordruckbehälters ausgewechselt werden. Block 1 ist wegen Unregelmässigkeiten im Material des Reaktordruckbehälters bereits seit März abgestellt.Das dürfte auch bis nächstes Jahr so bleibe. Der stellvertretende Ensi-Direktor rechnet damit, dass die Aufsichtsbehörde ihre Stellungnahme frühestens im ersten Quartal 2016 fertiggestellt hat.
Und auch die AKWs Leibstadt und Mühleberg sind für die Jahresrevision vom Netz genommen worden.

Genug Strom dank Wasserkraft

Ein Energieengpass sei jeoch nicht zu befürchten, heisst es beim Bundesamt für Energie BfE. Auch sei die Situation nicht sehr aussergewöhnlich, sagt ein BfE-Sprecher zu SRF News. Im Sommer komme es immer wieder vor, dass für Revisionen mehrere Atomkraftwerke gleichzeitig abgeschaltet würden.

Stausee am Grimselpass
Legende: Dank Wasserkraft wird heute Montag mehr Strom exportiert als eingekauft. Trotz Abschaltung aller AKWs. Keystone

So exportiert die Schweiz laut der Netzbetreiberin Swissgrid heute Montag gar mehr Strom, als sie importiert. Hauptsächlich dank voller Stauseen und viel Schmelzwasser, sagt Swissgrid-Sprecher Andreas Schwander.

Laut der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG wird die Stromproduktion nach der Reparatur und den entsprechenden Prüfungen wieder aufgenommen. Bis wann die Schweiz noch ohne eigenen Atomstrom auskommen muss, ist jedoch noch unklar.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    Eigentlich toll, machen wir doch entlich mal vorwärts mit der Energiewenden und bauen Windräder- und Solarzellen-Produktionsfirmen. Mit deren Produken könnte man dann alle Hausdächer, Fassaden, Strassen und Felskämme zudecken und den temporär überschüssigen Strom in Pumpspeicherseen lagern. Für ein Land ohne Ressourcen ist es, in einem Umfeld wo der Gewinn leider das Einzige ist was zählt, wichtig möglichst alles selber zu machen, sonst endet man wie Griechenland.
  • Kommentar von Claudio Beeler , Bonaduz
    Kann mir jemand sagen warum zur Zeit alle 5 AKWs in der Schweiz stillstehen ? Könnte es sein, dass unsere Regierung uns etwas verheimlichen will..... vielleicht Angst vor einem Attentat ?
    1. Antwort von Kurt E. Müller , Zürich
      @ Beeler: Nein, im Gegenteil, die Regierung will uns zeigen, dass es auch ohne die todsicheren Atomkraftwerke geht.
    2. Antwort von Hans Knecht , Torny
      Mühleberg und Leibstadt befinden sich in der routinemässigen Jahresrevision, Gösgen hatte ein Leck in einer Messleitung und in Beznau muss der Reaktordeckel repariert werden. Auf Grund der Reparaturdauer ist wohl von einer grössere Aktion oder gar einen neuen Deckel auszugehen. Wenn es aber einen neuen Deckel geben würde, wie lange hält dann noch der Reaktorbehälter?
  • Kommentar von Alois Rapp , Dürnten
    Es wird immer nur vom Abbau des Uran gesprochen bei den Umweltschützern, aber was ist mit dem Silizium für den Solarstrom. Und was passiert mit all den verbrauchten Solarzellen. Hab Ihr dafür auch schon ein Rezept fürs Entsorgen.
    1. Antwort von Kurt E. Müller , Zürich
      @Rapp: Kann alles wiederverwendet werden. Gefahrlos, und ganz ohne atomare Strahlen.