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Schweiz Auf Schweizer Strassen sterben weniger Menschen

Im vergangenen Jahr hat es markant weniger Verkehrsopfer gegeben. Es gab zwar auf Fussgängerstreifen mehr schwere Unfälle. Die Zahl der tödlich verletzten Zweiradfahrer ist aber im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. Dies ist allerdings auch dem nassen Wetter zu verdanken.

Jeder Tote ist einer zu viel. Und auch im vergangenen Jahr gab es auf Schweizer Strassen tödliche Verkehrsunfälle – aber immerhin zeichnet sich ein positiver Trend ab.

Zwei Frauen gehen mit einem Kinderwagen und zwei Kindern über den Fussgängerstreifen.
Legende: Bei den Fussgängern sieht die Unfallstatistik nicht ganz so positiv aus. In Basel-Stadt gab es am meisten Unfälle. Keystone

2013 verunglückten 17 Velofahrer tödlich – das sind elf weniger als im Vorjahr. Bei den verunfallten Motorradfahrern sank die Zahl der Todesopfer um 19 auf 55 Personen. Dies geht aus der publizierten Jahresstatistik der Strassenverkehrsunfälle des Bundesamtes für Strassen (Astra) hervor.

Der Rückgang sei vor allem auf das schlechte Wetter im vergangenen Jahr zurückzuführen. Dies habe die Zweiradsaison verkürzt, schreibt das Astra.

Auch in Bezug auf alle Strassenverkehrsunfälle konnte der positive Trend der letzten Jahre fortgesetzt werden. 2013 sind auf Schweizer Strassen deutlich weniger Personen schwer oder tödlich verunglückt als im Vorjahr. Die Zahl der Todesopfer sank um 21 Prozent auf 269. 4129 Personen wurden schwer verletzt – 73 weniger als 2012.

Mehr Schwerverletzte auf Fussgängerstreifen

Bei den Fussgängern zieht das Astra eine zwiespältige Bilanz. Zwar sind letztes Jahr sechs Fussgänger weniger tödlich verunglückt als im Vorjahr (2013: 69). Im Fünfjahresvergleich stieg die Zahl aber um zwei Prozent. Und die Zahl der schweren Unfälle auf Fussgängerstreifen ist gestiegen.

Legende: Video Weniger Strassenverkehrsunfälle in der Schweiz abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 25.03.2014.

301 Personen wurden bei Unfällen auf Fussgängerstreifen schwer verletzt, das ist der höchste Stand seit 2007. 21 Personen kamen ums Leben, eine mehr als im Vorjahr.

In städtischen Kantonen und in Kantonen mit vielen Pendlern verunfallen besonders viele Fussgänger. Spitzenreiter sind die Kantone Basel-Stadt und Genf, gefolgt von Zug und Luzern. Am häufigsten sind Unfälle auf Fussgängerstreifen.

Den höchsten Wert weist Basel-Stadt auf, wo hochgerechnet auf eine Million Einwohner im Jahresschnitt rund 400 Fussgänger verunfallt sind. Unter 100 Fussgängerunfälle (auf eine Million Einwohner aufgerechnet) weist einzig der Kanton Obwalden aus.

Unfälle auf Autobahnen: Tiefststand seit 1992

Auf Autobahnen und Autostrassen kam es letztes Jahr zu 1834 Unfällen mit Personenschaden, das ist ein neuer Tiefststand seit 1992. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Todesopfer um sieben Prozent. Der markante Rückgang hat laut Astra vor allem damit zu tun, dass 2012 mit dem Carunfall in Siders (VS) die Zahl der Todesopfer nach oben geschnellt ist. Bei diesem Unfall starben 22 Kinder und sechs Erwachsene.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jury Maligan, Chiang Mai
    Der unbeschränkte Vortritt der Fussgänger auf dem Zebrastreifen ist der grösste Unsinn und lässt diese unvorsichtig und nachlässig sein. Früher wurden Handzeichen gegeben, das war viel sicherer! Aber die Schweizer Gesetze werden immer sturer und strikter, damit die polizeiliche Geldmaschine wie geschmiert laufen kann.
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