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Schweiz Aus Armeeunterkunft auf dem Gotthard wird Asylzentrum

Die Suche nach Asylunterkünften gestaltet sich schwierig. 6000 Plätze wären erforderlich. Ein Teil der Asylbewerber kommt für die nächsten drei Jahre nun auf dem Gotthard unter.

Luftaufnahme vom Lago Sella beim Gotthard.
Legende: Lago Sella auf dem Gotthard: Statt Armeeangehörige sollen hier Asylbewerber leben. Keystone

Auf 2257 Metern über Meer kommen künftig Asylbewerber unter. Die ehemalige Armeeunterkunft beim Sella-See soll während der nächsten drei Jahre als Asylzentrum genutzt werden.

Vorgesehen ist eine Nutzung jeweils während den Sommermonaten bis längstens 2015. Das teilte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit.

Die Detailverhandlungen zwischen dem Bundesamt für Migration (BFM) und der Gemeinde Airolo sind noch nicht aufgenommen worden, weshalb konkrete Fragen zur Nutzung vorerst nicht geklärt sind, wie das VBS weiter bekannt gab. Die Gemeinde Airolo selber musste nicht um Erlaubnis gefragt werden, da eine Asylunterkunft bewilligungsfrei in Betrieb genommen werden kann.

Gemäss Erkenntnis der nationalen Asylkonferenz von Anfang Jahr wären rund 6000 Plätze für Asylsuchende in der ganzen Schweiz erforderlich. Diese Anzahl kann aber nicht mit Armeeinfrastrukturen abgedeckt werden. Der Bund selber verfügt über etwas weniger als 2000 Plätze.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Kohler, Thurgau
    Das Thema wäre doch mal eine Volksabstimmung wert: Die Definition wer Asyl beantragen darf, wer dann auch kriegt und wo die diese untergebracht werden. Anstatt lametieren von rechts bis links besser ausformulieren und vor's Volk bringen. Vielleicht hat da Thomas Minder ja auch ein einfaches Mittel gegen ein einfaches Problem.
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  • Kommentar von Gianni Domenigoni, Airolo - Arbedo Tessin
    Semplicemente scandaloso !
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  • Kommentar von W. Balmer, Busswil
    Solange das Asylproblem nicht grundlegend geändert wird, wird es immer Probleme wegen den Standorten geben. Asylsuchende sollten weltweit verpflichtet werden, zuerst in ihren Nachbarländer Schutz zu suchen, bevor sie durch Umgehung der Visapflicht in der Schweiz Asyl beantragen. Warum muss ein Afgahne in der Schweiz um Asyl fragen, wenn er viel näher schon die Mõglichkeit hat Schutz zu finden?
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    1. Antwort von K.D.Waldeck, Busswil
      dieser Aussage kann man nur zustimmen. Allerdings geht es in den meissten Fällen sicher nicht um ASYL zur Schutzsuche, sondern eher um die Suche nach besseren Lebensbedingungen.
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    2. Antwort von Margrit Holzhammer, Busswil
      Diese Leute kommen einfach....und dann sind sie eben da. Es sind auch Menschen, NUR es können nicht alle in die Schweiz kommen. Wenn ich mir manchmal diese Asylbewerber anschaue...Handy am Ohr, Designerklamotten (Nike, Adidas etc.) alles vom Steuerzahler finanziert. So geht das nicht mehr weiter!!!
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