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Projekt des Roten Kreuzes Ausbildung für freiwillige Flüchtlings-Helfer

Legende: Audio SRK schult freiwillige Flüchtlingshelfer abspielen. Laufzeit 2:08 Minuten.
2:08 min, aus HeuteMorgen vom 07.07.2017.
  • (Crash-)Kurse für freiwillige Flüchtlings-Helfer: Dies bietet neu das Schweizerische Rote Kreuz an.
  • Menschen in Not zu helfen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir nehmen einen Augenschein.

Der Kulturschock ist manchmal enorm: Da kommen freiwillige Helfer aus der geordneten Schweiz in ein Flüchtlingscamp – und finden sich plötzlich in äusserst schwierigen Situationen wieder: Verletzte Menschen, chaotische Zustände, Flüchtlinge, die unter grossem Stress stehen. Die Helfer haben es oft mit traumatisierten Menschen zu tun – und sind am Ende selber traumatisiert.

Deshalb brauche es eine bessere Vorbereitung für die Freiwilligen, sagt Sarah Thalmann von der kleinen Hilfsorganisation Remar: «Wir sind innerhalb der Schweiz ein kleines Team. Deshalb liegt das bei uns einfach nicht drin.»

Bei schlechter Vorbereitung kann es zu Gewalt kommen

Verschiedene Freiwilligenorganisationen wandten sich deshalb ans Schweizerische Rote Kreuz SRK, das viel Erfahrung hat in der Ausbildung von Helfern. Carine Fleury vom SRK stellte die eintägigen Kurse auf die Beine. Diese seien wichtig, weil die meisten Helfer keine Erfahrung mit Auslandeinsätzen hätten: «Die Leute arbeiten in Büros oder sind pensioniert und haben keine Ahnung. Deshalb geben wir sehr konkrete Tipps.»

Im Kurs lernen die Freiwilligen, worauf sie achten müssen, wenn sie Flüchtlingen Wasser oder Lebensmittel verteilen. Wenn solche Aktionen schlecht vorbereitet seien, könne es rasch zu Gewalt kommen, so Fleury.

Auch die Motivation der Helfer werde im Kurs angesprochen: Wer nur auf ein persönliches Abenteuer aus sei, der sei am falschen Platz. Und gross geschrieben wird auch das Thema Sicherheit: Die Helfer müssten auch lernen, sich selber zu schützen.

Es gehe darum, ihnen das nötige Rüstzeug mitzugeben, sagt Carine Fleury vom Roten Kreuz: «Man hat dann die Erwartungen etwas konkreter gemacht, und die Leute wissen, wie kompliziert es sein kann, in solchen Camps zu arbeiten.»

Es ist ein Novum, dass das Rote Kreuz Freiwillige aus der Schweiz für den Einsatz in Flüchtlingscamps ausbildet. Am letzten Samstag fand der erste Kurs statt. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren positiv. Bis im November sollen noch sieben weitere Kurse folgen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Jedem selbstverliebten Refugees Welcome-Typen 2-3 Migranten an die Hand geben. Versorgung auf eigene Kosten versteht sich. Dann ist das "Helfen" in Sekunden zu Ende. Nur immer dumm schwätzen so lange andere bezahlen.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Wenn Sie den Artikel unvoreingenommen lesen, stellen Sie fest, dass es hier um "Auslandseinsätze" geht und nicht um "Refugees welcome". Es stimmt mich schon sehr nachdenklich, wenn das Leute wie Sie, die die Refugees sonst immer gerne in der Nähe ihrer Heimatländer versorgt sähen, nicht können oder nicht wollen. Es zeigt, wie weit die Vorurteile bereits gediehen sind.
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    2. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Ziemlich peinlich, gegen Menschen die Flüchtlingen helfen zu hetzen, und gleichzeitig Flüchtlinge mit Migranten zu verwechseln. SIE sollten mal helfen, denn ich sehe nur dummes Geschwätz. Ich habe schon unzählige male Menschen in Not, sprich Flüchtlinge geholfen, auch finanziell. Und das nicht erst seit Sekunden, sondern seit Jahrzehnten. Mein Beileid.
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    3. Antwort von Jerome Gerster (jgerster)
      Lesen Sie doch mal den Text Herr Kerzenmacher, von wegen "dumm schwätzen"...
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