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Kontoeröffnung erschwert Auslandschweizer setzen Banken unter Druck

Aufnahme des Zürcher Paradeplatzes
Legende: Die Schweizer Bankiervereinigung kritisiert die Forderungen der Auslandschweizer-Organisation. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer fordern, dass sie bei Schweizer Banken ohne grosse Hürden und Gebühren ein Konto eröffnen können.
  • Seit der Bankenkrise im Jahr 2008 ist es für sie komplizierter und teurer geworden, im Heimatland ein Konto zu eröffnen und zu unterhalten.
  • Das Anliegen der Auslandschweizer findet Unterstützung im Ständerat.

«Wir müssen den Banken beibringen, dass die rund 775'000 Auslandschweizer ein Teil der Schweiz sind», sagte ASO-Präsident Remo Gysin vor den Medien in Basel. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sollten gleich behandelt werden wie inländische Kunden.

Die ASO kritisiert, dass nicht alle Schweizer Banken Auslandschweizer als Kunden akzeptierten oder ihnen nur eingeschränkte Dienstleistungen böten. Zudem seien die Gebühren unverhältnismässig hoch.

Die Probleme der Auslandschweizer haben mit den strengeren Regeln für Banken zu tun, die nach der Finanzkrise von 2008 erlassen wurden. Seither ist es für sie schwieriger und teurer, Konten zu eröffnen und zu unterhalten. Dasselbe gilt auch für andere Staatsbürger, die ein Konto in der Schweiz haben.

Banken wehren sich

Die Schweizer Bankiervereinigung (SBVg) kritisiert die Forderungen der ASO in einer Stellungnahme. Bei Bankbeziehungen werde auf den Wohnsitz, nicht auf die Nationalität der Kunden geachtet.

Schweizer Bürger gegenüber anderen Kunden, die im selben Land wohnen, zu bevorzugen, sei nicht akzeptabel. Die SBVg erachte einen solchen Zwang als unangemessenen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit. Die Banken würden dadurch letztlich gezwungen, sich Rechtsrisiken auszusetzen.

Sympathisanten im Ständerat

Auf politischer Ebene kommt die Forderung der ASO im Ständerat aufs Parkett. Filippo Lombardi (CVP/TI) reichte einen entsprechenden Vorstoss ein, der von 35 Ratsmitgliedern mitunterzeichnet wurde.

In der kleinen Kammer sollte das Anliegen also eine Mehrheit finden. Der Bundesrat rät dem Parlament jedoch, die Motion von Lombardi abzulehnen.

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