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Schweiz Auslandschweizer unzufrieden mit Bundesrat

Tadel von der fünften Schweiz: Wegen dem neuen Erbschaftssteuer-Abkommen mit Frankreich sind Auslandschweizer verärgert. Ihnen drohen künftig Steuern von bis zu 45 Prozent. Die Auslandschweizer finden grundsätzlich: Der Bundesrat berücksichtig ihre Anliegen zu wenig.

Legende: Video Verärgerte Auslandschweizer abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.03.2013.

Das offizielle Sprachrohr der fünften Schweiz – der Auslandschweizerrat (ASR) – hat an seiner Sitzung in Bern seinem Ärger Luft gemacht. Die anwesenden Mitglieder beklagten sich über zu wenig Berücksichtigung ihrer Anliegen durch den Bundesrat.

Unzufrieden ist der ASR insbesondere mit dem neuen Erbschaftssteuerabkommen mit Frankreich – dieses soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden. Dem Abkommen zufolge könnten in Frankreich lebende Schweizer mit Erbschaftssteuern von bis zu 45 Prozent belastet werden. In einer globalisierten Welt müsse es im Interesse der Schweiz sein, die Mobilität seiner Bürgerinnen und Bürger zu fördern, findet der ASR.

Zufrieden mit Facta

Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen während ihrer ordentlichen Sitzung im Rathaus in Bern. (keystone)
Legende: Der 140köpfige Auslandschweizerrat wird von den Bundesbehörden als offizielles Sprachrohr der fünften Schweiz anerkannt. Keystone

Ein Lichtblick für den Rat ist hingegen das Fatca-Abkommen mit den USA. Wenn dieses in Kraft trete, gebe es für Schweizer Banken keinen Grund mehr, in den USA lebenden Schweizern ein Konto zu verweigern. 

In diesem Zusammenhang fordert der Auslandschweizerrat die Schweizer Banken auf, die Gebühren für die Kontoführung «angemessen» zu halten.

In Frankreich leben gemäss ASR rund 186'000 Schweizerinnen und Schweizer, in den USA über 76'000. Insgesamt gibt es 716'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Moll, Prag
    Der "Auslandschweizerrat" ist nicht das offizielle Sprachrohr der Auslandschweizer. Er vertritt kaum 4 Prozent von uns Auslandschweizern. Das muss einfach einmal gesagt sein. Wer als Schweizer in einem EU-Land lebt, unterliegt selbstverständlich dem Steuerrecht des jeweiligen Gastlandes. Wieso sollte der Bundesrat bei einem andern Staat deswegen intervenieren? Die Forderung des ARS ist doch ein Aberwitz! Heinz Moll, Auslandschweizer, Prag
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Nun denn, die machen wenigstens den Mund auf, wenn ihnen etwas nicht passt. Das ist hierzulande ja etwas, dass sich niemand getraut. Lieber lässt man den Frust am Nachbarn oder sonst wo ab. Das ist aber nur eine Problemumverlagerung und führt bestenfalls in die Psychiatrie. Also liebe Leute, sagt den weltfremden Politikern und Beamten was Sache ist. Wir sind die Basis und nicht jeder hier verdient über 4000.- (um dann Mundtot gemacht zu werden). Wer sich nicht wehr, lebt verkehrt!
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    1. Antwort von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
      Tom Duran Basel, die wirtschaftsvernichtenden Initiativen der Linken tragen gar nichts dazu bei, dass in der Schweiz mehr Gerechtigkeit herrscht. Faule sollen in Zukunft belohnt werden und Menschen mit Liebe zur Schweiz und grossem Einsatz bestraft. Das vernichtet jede Wirtschaft und dann können die Linken wieder ihren Lobeshymme auf die EU anstimmen und die Dummen in der Schweiz singen mit.
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  • Kommentar von A. Tanner, Luzern
    Tja, liebe EU-Auslandschweizer das ist nun mal so in der EU. Ihr müsst Euch jetzt ganz, ganz warm anziehen, es kommen jetzt ganz frostige EU-Jahre auf Euch zu. Nicht nur Frankreich will Euch zocken; auch der Steinbrück-Kavallerie-General will zukünftig 49 % Steuern abzocken (ab Einkommen 100 K), sowie die Mehrwertsteuer auf über 20% erhöhen. Mit etwas Glück bleiben dann vom Bruttolohn evt. noch ca. 25% übrige. Dieser Rest (25%) wird dann aber wohl an die insolventen EU-Südstaaten versche...
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