Aussenhandel leidet unter schwachem Euro

Die Exporte sind im Februar gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 3,9 Prozent und die Importe um 5,3 Prozent gesunken. Neun von zehn Exportbranchen setzten weniger ab. Dazu musste die Mehrheit der Branchen im Umfeld des starken Frankens rückläufige Preise hinnehmen.

Die Schweiz exportierte im Februar Waren im Wert von 16,1 Milliarden Franken, was einem Minus von 3,9 Prozent sowohl auf nominaler wie auch realer Basis entspricht. Dies teilte die Eidgenössische Zollverwaltung mit. Die Importe sanken derweil um 5,3 Prozent (real minus 2,1 Prozent) auf 13,7 Milliarden Franken. Insgesamt resultiert ein Exportüberschuss von 2,47 Milliarden.

Mit Ausnahme der Bijouterie und Juwelierwaren befanden sich bei den Exporten alle Branchen in der Minuszone. Gegenüber der Vorjahresperiode stagnierten die Preise der Exportgüter insgesamt, wobei die meisten Branchen mit rückläufigen Preisen zu kämpfen hatten.

Auch Uhrenexporte rückläufig

Die Schweizer Uhrenexporte haben sich im Februar rückläufig entwickelt. Nominal resultierte für die Uhrenausfuhren ein Rückgang von 2,0 Prozent auf 1,689 Milliarden Franken, real gingen die Ausfuhren im vergangenen Monat um 1,5 Prozent zurück. Im Januar 2015 hatten die Uhrenexporte trotz einem insgesamt rückläufigen Aussenhandel noch ein nominales Wachstum von 3,7 Prozent und im Dezember noch ein Plus von 3,8 Prozent verzeichnet.

Die Ausfuhren der Kunststoffindustrie sanken um 11 Prozent. Bei den Schwergewichten Maschinen- und Elektronikindustrie sowie der Chemisch-Pharmazeutische Industrie gingen die Exporte um je 8 Prozent zurück.

Afrika-Importe eingebrochen

Bei den Importen nahm die Nachfrage ausser bei den Konsumgütern in allen Hauptgruppen ab. Den kräftigsten Rückgang verzeichneten die Energieträger (minus 29 Prozent), was ausschliesslich preisbedingt war, so dass real ein Plus von 2 Prozent resultierte.

Die Entwicklung der Importe nach Kontinenten war sehr unterschiedlich. Die Bezüge aus Afrika brachen regelrecht ein (minus 46 Prozent), während sich die Einfuhren aus Nordamerika und Lateinamerika um 4 Prozent bzw. 3 Prozent vergrösserten. Dazwischen lag Europa mit einem Minus von 8 Prozent.