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Die BLS muss in der Subventions-Affäre Bund und Kantonen mehr Geld zurückzahlen.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 09.04.2021.
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Bahnunternehmen macht Verlust BLS braucht dringend wieder positive Schlagzeilen

Die Liste der Negativ-Schlagzeilen der BLS in den letzten Monate ist lang. Die Neuste kam diesen Freitag: Die BLS schrieb 2020 einen Verlust von rund 51 Millionen Franken. Schuld daran waren hauptsächlich die Coronapandemie und die Rückzahlung der zu viel bezogenen Subventionen.

Doch das waren bei Weitem nicht die einzigen negativen Meldungen in den letzten Monaten. So explodierten etwa beim Lötschberg-Scheiteltunnel die Kosten: Die BLS räumte Fehler bei der Ausschreibung ein. Wie so etwas einem grossen Bahnunternehmen passieren kann, ist fraglich.

Neue Fehler in der Buchhaltung

Als wären die vielen Negativmeldungen nicht schon genug, gab die BLS am Freitag einen buchhalterischen Fehler beim Autoverlad Lötschberg bekannt.

Anders als bei den falsch budgetierten Halbtax-Abo-Verkäufen im Libero-Verbund wirkte sich das zwar nicht auf die Subventionszahlungen aus. Der Autoverlad ist nämlich nicht abgeltungsberechtigt. Trotzdem zeigt es, dass die BLS ihre Unternehmenskultur dringend anpassen muss. Solche Fehler dürfen nicht passieren, wenn nach der Subventionsaffäre das Vertrauen in das Transportunternehmen wiederhergestellt werden soll.

BLS braucht einen Neuanfang

Für eine andere Unternehmenskultur bräuchte die BLS deshalb dringend einen personellen Neuanfang. Immerhin kommt im Herbst mit Daniel Schafer ein neuer CEO von ausserhalb des Unternehmens zur BLS. Ausserdem sollen an der Generalversammlung ein neuer Verwaltungsrat und eine neue Verwaltungsrätin gewählt werden.

Beim Verwaltungsratspräsidium hingegen sieht es anders aus: Nach dem Rücktritt von Rudolf Stämpfli wurde im Dezember Ueli Dietiker zum Präsidenten gewählt. Doch er ist seit 2014 im BLS-Verwaltungsrat und deshalb in der Subventionsaffäre nicht unbelastet.

Laut einem externen Gutachten könnten nämlich Gewinnziele des Verwaltungsrats die Abgeltungstricks begünstigt haben. Nichtsdestotrotz will Ueli Dietiker bis 2023 im Amt bleiben.

Denise Joder-Schmutz

Denise Joder-Schmutz

Wirtschaftsredaktorin, SRF

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Denise Joder-Schmutz ist seit 2013 bei der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF. Davor hat sie mit einem Master in European Business an der Universität Freiburg abgeschlossen und bei verschiedenen Schweizer Unternehmen gearbeitet.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 09.04.2021, 12:03 Uhr

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