Basel plant die Dreiländer-Stadt

Das deutsch-französisch-schweizerische Oberrheingebiet rüstet sich für die Zukunft. Basel, Huningue und Weil am Rhein wollen gemeinsam eine trinationale Teilstadt bauen – ein europaweit einmaliges Projekt.

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Drei Städte in drei Ländern mit einer Vision

1:35 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 21.3.2015

Im europaweit einmaligen Projekt «3Land» will die Basler Regierung zusammen mit den Nachbarn aus Frankreich und Deutschland in den nächsten zwanzig Jahren einen grenzübergreifenden Stadtteil entwickeln. Nachdem bereits 2011 eine Absichtserklärung unterschrieben worden war, liegt nun das konkrete Raumkonzept für das Gebiet zwischen Palmrain- und Dreirosenbrücke vor.

Im industriellen Hafengebiet soll ein ganz neuer Lebensraum gemeinsam geplant und dann gebaut werden; mit Wegen, Pärken, Wohnungen und Büros. Das ambitiöse Projekt soll Wohnraum für 8'000 Menschen bieten und 13'000 Arbeitsplätze schaffen.

«  Wir haben gar keine andere Wahl, als diesen trinationalen Stadtraum gemeinsam zu entwickeln. »

Hans-Peter Wessels
Vorsteher Bau- und Verkehrsdepartement BS

Langfristig sei eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn der einzige logische Schritt, sagt der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels: «Wenn sie ein Satellitenfoto anschauen, dann sehen sie eine funktionale Stadt, die zu einem grossen Teil in Frankreich und in Deutschland liegt. Wir haben gar keine andere Wahl, als diesen trinationalen Stadtraum gemeinsam zu entwickeln.»

Mit ihrem Projekt «3Land» setzt die Region Basel ein Zeichen für noch offenere Grenzen. Just zu einem Zeitpunkt, in dem in der Schweiz und Europa der freie Personenverkehr immer häufiger wieder in Frage gestellt wird. «Wenn wir dieses Projekt realisieren – und daran setzen wir alles – dann zeigen wir, dass es anders geht und dass Europa im Alltag anders ist als das technokratische Europa», meint der Hueninguer Bürgermeister Marc Deichtmann.