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Beharren auf Frauenrentenalter Gewerkschaften und Linke drohen sich selbst zu isolieren

Der Gewerkschaftsbund wehrt sich weiter gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 Jahren. Doch je länger eine Einigung für ein neues Reformpaket dauere, desto grösser werde die Gefahr eines Sozialabbaus, analysiert SRF-Bundeshausredaktor Fritz Reimann.

Legende: Video Einschätzung von SRF-Bundeshausredaktor Fritz Reimann abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.11.2017.

Wenn die Gewerkschaften bei einem höheren Rentenalter für Frauen nicht mitziehen und weiterhin auf ein Rentenalter 64 pochen, werden die Gewerkschaften und die Linken bei den Verhandlungen über eine neue Rentenreform alleine dastehen – denn die bürgerlichen Parteien und die Parteien der Mitte sowie die Wirtschaft sprechen sich klar für ein höheres Frauenrentenalter 65 aus.

Wenn sich die bürgerlichen Parteien auch bei den übrigen Fragen zur Rentenreform einigen können, dann wird das nächste Reformpaket einen Mitte-Rechts-Stempel tragen.

Noch liegt eine solche Einigung in weiter Ferne. Wenn diese aber kommt, dann bedeutet das, dass die Gewerkschaft und die Linke das Reformpaket in der Volksabstimmung bekämpfen werden. Doch wohl ist es den Gewerkschaften und den Linken mit dieser Haltung nicht, denn wenn die Altersreform in den nächsten Jahren nicht reformiert wird, dann wird die Lage dramatisch – und damit würde auch das Risiko eines Sozialabbaus steigen.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Die Gewrkschaften wollten die Taube auf dem Dach, nun müssen sie sich um den Spatz fürchten! Levrat hat es mit "Eigentor des Jahrhunderts", gut auf den Punkt gebracht.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es gibt so verschiedene Berufsgruppen und Fähigkeiten oder Möglichkeiten, die das Rentneralter ganz verschieden einordnen oder auch beginnen wollen: Ein Bauarbeiter, der 40 Jahre lang bei jedem Wetter schwere körperliche Arbeit leistete, sollte mit 60 Jahren in Rente gehen können. Intellektuelle Berufe (Aerzte, selbständig Erwerbende oder Büroangestellte) könnten oftmals problemlos und mit Freude bis 70 (oder noch länger) arbeiten! Das sture "Giesskannen-System" macht dies alles unmöglich!
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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Das Thema "Erhöhung des Rentenalters" hat sicher seine Berechtigung, lenkt aber von der Lösung des Hauptproblems "Finanzierung der Deckungslücke" ab. Da gibt es nur eins: MWST moderat rauf. Je länger damit zugewartet wird umso schmerzhafter wird die dann erforderliche erhebliche grössere Anpassung der MWST, oder eben der unvermeidliche LEISTUNGSABBAU.
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