Berset will einen gesunden «Zmorge»

Der Schweizer Frühstückstisch soll gesünder werden. Bundesrat Alain Berset will führende Schweizer Nahrungsproduzenten dafür einspannen.

Kaffe, Orangensaft, Ei und Brot mit Marmelade.

Bildlegende: Frühstück ohne Joghurt und Cerealien. Keystone

Der Frühstückstisch bei Herr und Frau Schweizer ist zu süss. Vor allem in Joghurts und Cerealien ist der Zuckeranteil sehr hoch. Bundesrat Alain Berset will daher führende Schweizer Nahrungsproduzenten dazu ermuntern, die Rezepturen zu überprüfen. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

Das Memorandum of Understanding (MoU) wurde im Schweizer Pavillon in Mailand unterzeichnet, Neben den Grossverteilern Migros und Coop haben sich unter anderem Nestlé Suisse S.A. und die Emmi Gruppe daran beteiligt.

Memorandum ohne Verpflichtung

Das MoU dient allerdings nur als Basis für die Erarbeitung von freiwilligen Aktionsversprechen im Rahmen der Initiative Actionsanté. In den nächsten vier Jahren soll der Zuckergehalt reduziert werden. Grundlage für das MoU ist der 6. Schweizerische Ernährungsbericht aus dem Jahr 2013. Dieser hat gezeigt, dass der Verzehr von Fertigprodukten und sogenanntem «Convenience-Food» in den letzten Jahren stark zugenommen hat.


Zucker und Salz - weniger ist mehr

4:07 min, aus Rendez-vous vom 04.08.2015

Die oft ungünstige Zusammensetzung der verarbeiteten Lebensmittel trägt dazu bei, dass mehr Energie, Salz, Fett und Zucker konsumiert wird als empfohlen. Die Folge ist eine Zunahme von Fettleibigkeit und nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Süss, süsser, ungesund

Nicht nur Joghurt und Müesli enthalten (zu)viel Zucker. Eine Bildergalerie süsser Nahrungsmittel.