Bersets Baustellen: Prämien und die Hausarztmedizin

Erhöhung der Krankenkassenprämien und Förderprogramm für Hausärzte: Gesundheitsminister Alain Berset steht seit Tagen im Rampenlicht. In der «Samstags-Rundschau» von Radio SRF zieht der Bundesrat Bilanz einer bewegten Woche.

Porträt von Alain Berset.

Bildlegende: Berset: «Wir machten einen Schritt zur Verbesserung der Hausarztmedizin.» Keystone

Es ist Herbst – und das ist die Zeit der Krankenkassenprämien. Zwar fällt die Prämienerhöhung dieses Jahr mit 2,2 Prozent moderat aus. Doch bleibt es dabei? Oder kommt nächstes Jahr der Prämienschock?

«Das ist schwierig abzuschätzen», sagt Berset in der «Samstags-Rundschau» von Radio SRF. Sogar die Experten seien sich uneinig. «Aber wir versuchen jederzeit transparent zu informieren.»

Sorgen macht dem Gesundheitsminister die Tatsache, dass seit Jahren in einigen Kantonen zu viel und in anderen zu wenige Krankenkassenprämien bezahlt werden.


Alain Bersets bewegte Woche

29 min, aus Samstagsrundschau vom 28.09.2013

«Das Problem wird solange bleiben, bis wir eine Lösung für die Vergangenheit haben. Diese Lösung steht im Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, das Geschäft ist aber seit 20 Monaten im Parlament hängig.»

Berset bleibt aber zuversichtlich: «Ich hoffe sehr, dass es dafür eine Mehrheit gibt.»

Zufrieden ist der Bundesrat mit dem neuen Förderprogramm für die Hausärzte. 200 Millionen Franken werden hierfür umverteilt – Berset steht vor der Herkulesaufgabe, zu entscheiden, auf wessen Kosten die Hausärzte gestärkt werden. «Wir prüfen zurzeit unterschiedliche Varianten. Klar ist: Das Geld kommt sicher nicht aus der Tasche der Prämienzahler.»