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Schweiz Bersets Baustellen: Prämien und die Hausarztmedizin

Erhöhung der Krankenkassenprämien und Förderprogramm für Hausärzte: Gesundheitsminister Alain Berset steht seit Tagen im Rampenlicht. In der «Samstags-Rundschau» von Radio SRF zieht der Bundesrat Bilanz einer bewegten Woche.

Porträt von Alain Berset.
Legende: Berset: «Wir machten einen Schritt zur Verbesserung der Hausarztmedizin.» Keystone

Es ist Herbst – und das ist die Zeit der Krankenkassenprämien. Zwar fällt die Prämienerhöhung dieses Jahr mit 2,2 Prozent moderat aus. Doch bleibt es dabei? Oder kommt nächstes Jahr der Prämienschock?

«Das ist schwierig abzuschätzen», sagt Berset in der «Samstags-Rundschau» von Radio SRF. Sogar die Experten seien sich uneinig. «Aber wir versuchen jederzeit transparent zu informieren.»

Sorgen macht dem Gesundheitsminister die Tatsache, dass seit Jahren in einigen Kantonen zu viel und in anderen zu wenige Krankenkassenprämien bezahlt werden.

«Das Problem wird solange bleiben, bis wir eine Lösung für die Vergangenheit haben. Diese Lösung steht im Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, das Geschäft ist aber seit 20 Monaten im Parlament hängig.»

Berset bleibt aber zuversichtlich: «Ich hoffe sehr, dass es dafür eine Mehrheit gibt.»

Zufrieden ist der Bundesrat mit dem neuen Förderprogramm für die Hausärzte. 200 Millionen Franken werden hierfür umverteilt – Berset steht vor der Herkulesaufgabe, zu entscheiden, auf wessen Kosten die Hausärzte gestärkt werden. «Wir prüfen zurzeit unterschiedliche Varianten. Klar ist: Das Geld kommt sicher nicht aus der Tasche der Prämienzahler.»

9 Kommentare

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  • Kommentar von Kunz Andreas, 8572 Berg
    Hausarztmodell hat Vor-und Nachteile. Jedoch zeigt sich in der Realität, dass dieses Modell auch zur Teuerung der Prämien beiträgt. Beispiel aus der Praxis; wenn ein Bewohner, Patient in einem Pflegeheim erkrankt, kann das Dipl. Fachpersonal diesen nicht direkt beim Spezialisten anmelden. Nein, da muss zuerst der Hausarzt gerufen werden (dieser rechnet seine Leistung natürlich ab) und dann meldet er den Bewohner, Patienten beim Spezialisten an. Meist auf Empfehlung eben vom Fachpersonal.
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  • Kommentar von Lorenz Gauder, Kerzers
    Herr Berset. Was machen sie, wenn die 1:12 Initiative angenommen wird? Ich denke, die Leute die die Betten reinigen, in den Spitälern, verdienen mehr als 12x weniger als ein Herzspezialist. Was machen sie dann? Klar, die Prämien erhöhen. Schliesslich sind sie ja bei der SP!
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  • Kommentar von Schmutz Patrick, Tentlingen
    Ich habe die Letzte Rechnung mit dem Spezialisten und Hausartz verglichen ! Untersuchung beim Hausartz hat 90.-- gekostet Beim Spezialisten 50.-- Der Hausartz wollte mich zuerst nicht untersuchen, schmerzen in der Hüfte, fazit der hätte mich mit einer Gicht ablagerung in der Hüfte zum arbeiten geschickt ! Ich konnte nicht gut laufen! Der Spezialisten hat es herausgefunden! Ich habe den meinen Hausartz gewechselt
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