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Beton zum Fest Weihnachtsmärkte rüsten auf

Mehrere Schweizer Städte schützen ihre Adventsmärkte vor Terroranschlägen, wenn auch mit unterschiedlichen Massnahmen.

Legende: Video Schutz der Schweizer Weihnachtsmärkte abspielen. Laufzeit 3:45 Minuten.
Aus 10vor10 vom 24.11.2017.

Das Tiefbauamt Bern bietet Gabelstapler und Arbeiter auf und geht mit hartem Geschütz gegen mögliche Attentate vor – nämlich mit Betonklötzen. «Das sind so zwischen 12 und 13 Stück, die wir aufstellen», erklärt Sicherheitsdirektor Ernst Rüfenacht vom Tiefbauamt zu «10vor10».

Für ihn sind die Betonblöcke aber nur ein Element von vielen, mit denen er den Weihnachtsmarkt schützen will. «Es ist richtig, dass wir gewisse Zufahrten mit Betonelementen schützen.» Es sei aber genauso wichtig, polizeiliche Massnahmen und Fahrzeuge im Dispositiv zu haben, damit man die Leute mit Durchsagen informieren könne, wenn irgendwo, irgendwie etwas passieren sollte.

Zürich ohne Betonklötze

Auch in Zürich sollen die Weihnachtsdorf-Besucher auf dem Sechseläutenplatz geschützt sein. Auch heute Abend suchen die Menschen den vorweihnachtlichen Glitzer und den Duft von Glühwein. Rund 199 Stände laden zu kulinarischen Genüssen und zum Geschenkekauf ein.

Im Gegensatz zu Bern setzt Zürich aber weniger auf Beton. «Wir haben hier so viele grosse Plätze und offene Flächen, dass es einfach keinen Sinn macht, einzelne Stücke abzusperren», erklärt Mario Cortesi, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich. Deshalb habe man sich entschieden, die Polizeipräsenz stark zu erhöhen.

Man müsse auch wissen, dass es in Zürich etwa zehn verschiedene Weihnachtsmärkte und viele belebte Strassen gebe, wo mindestens so viele Leute seien wie auf dem Weihnachtsmarkt. «Und deshalb wäre eine Barrikade nicht der richtige Weg», so Mario Cortesi.

Dekoration am Rheinknie

In Basel dagegen gehören die «mobilen Absperrelemente», wie die Betonklötze hier offiziell heissen, zum Standard-Sicherheitsdispositiv. Die Stimmung würden die Absperrungen nicht dämpfen, ist Sabine Horvarth vom Standortmarketing Basel Stadt überzeugt. «Wir haben die Betonblöcke schön dekoriert, dann fallen sie nicht auf», erklärt sie.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    In Deutschland würde es reichen, die "Verfassungsschützer" und Bundesnachrichtendienstler in der Weihnachtszeit einfach für 4-6 Wochen zwangsweise in Urlaub zu schicken (darüber freuen sich auch ihre Familien) und die "V[ertrauens!]-Leute", also die potentiellen Terroristen, einfach mal unter strenge Aufsicht zu stellen. Oder weiss jemand einen "Terroranschlag" in Europa, in den die Genannten NICHT verwickelt waren – und zwar so, dass es den Anschlag ohne ihre Mithilfe gar nicht gegeben hätte?
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Nicht überall können Betonklötze hingestellt werden, Terroristen können aber überall zuschlagen! Vielleicht ist es an der Zeit, grundlegend und nicht nur wirtschaftlich, über unsere vermeintliche Freiheit nachzudenken, Betonklötze sind und werden keine nachhaltige Lösung sein. Symptombekämpfung scheint fast überall in die Mode gekommen zu sein, nicht nur im Gesundheitswesen und der Klimapolitik.
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    1. Antwort von Tom Duran (Tom Duran)
      Also meine persönliche Freiheit will ich doch nicht missen. Sinnvoller als uns weitere Verbote aufzuerlegen wäre es doch dafür zu sorgen, dass in Europa keine Kulturvermischung /Kulturwandel stattfindet. Gerade gewisse Religionen sind für uns eine Rückschritt ins 15. Jahrhundert. Damit bin ich nicht einverstanden. Asyl ist in Wahrheit Migration. Uns niemand tut was dagegen. In 10 Jahren haben wir die ersten Islamisten Parteien und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit...
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  • Kommentar von Christoph Münch (Nutzername für was?)
    Das Problem ist, dass diese Beton Elemente fast nichts nützen (LKW ca. 20t und 50km/h, Betonelement ca. 2.5t) Dies wurde auch schon in der "Umschau" des MDR getestet und kann online immer noch angeschaut werden. Die Betonelemente müssten ca. 100 bis 150m entfernt aufgestellt werden, doch in den engen Städten der Schweiz ist dies gar nicht möglich, denn so müssten ganze Innrstädte abgeriegelt werden. Somit nützen diese nur gegen PKW und zur Beruhigung der Bevölkerung.
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    1. Antwort von Tom Duran (Tom Duran)
      So wie auf dem Bild des Artikels natürlich nicht. Dort stehen ein paar Polizisten die nur zusehen könnten. Aber gegen Irre mit einem PKW oder Lieferwagen sind Betonklötze sehr wirksam. Natürlich, 100% Schutz gibt es einfach nicht.
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