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Schweiz Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst stetig

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund wächst weiterhin dynamischer als diejenige ohne. Bei Personen ab 15 Jahren hatte in der Schweiz 2014 von den insgesamt 6,9 Millionen Menschen über ein Drittel ausländische Wurzeln.

Legende: Video Viele Kinder mit Migrationshintergrund abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.10.2015.

Die Schweizer Bevölkerung wächst vor allem wegen den Personen mit Migrationshintergrund. Ihr Anteil beträgt mittlerweile über 30 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Zwischen 2013 und 2014 nahm bei der Bevölkerung ab 15 Jahren die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund um 3 Prozent zu, jene der Personen ohne Migrationshintergrund um lediglich 0,4 Prozent. Das zeigen Daten des Bundesamtes für Statistik.

Wachstum wegen Migranten aus der EU

85 Prozent des Bevölkerungswachstums – oder 62'000 Personen – gehen auf das Kontol der Bevölkerung mit Migrationshintergrund von EU/EFTA-Staatsangehörigen oder Schweizer Staatsangehörigen. Menschen aus dem übrigen Europa oder aus dem aussereuropäischen Raum trugen mit einem Zuwachs von 10'000 Personen weniger dazu bei.

Bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund handelt es sich um Schweizer und Ausländer, deren Eltern beide im Ausland geboren wurden, sowie um Ausländer und Eingebürgerte, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland zur Welt gekommen ist.

In Genf und Basel hat die Mehrheit Migrationshintergrund

28 Prozent der Bevölkerung gehören der ersten Generation an, wurden also im Ausland geboren, 7 Prozent der zweiten. Am stärksten zugelegt hat 2014 die erste Generation (+3,6 Prozent). In zwei Kantonen weist heute die Mehrheit der Bevölkerung einen Migrationshintergrund auf, in Genf (61 Prozent) und Basel (51 Prozent). Im nationalen Schnitt sind es gut 35 Prozent.

Legende:
Entwicklung der Bevölkerung nach Migrationsstatus Zahlen in Prozent BFS

Mehr als ein Drittel der Migrationsbevölkerung hat die schweizerische Staatsbürgerschaft. An zweiter Stelle folgen gemäss den Zahlen des BFS bei den Männern die Italiener (13 Prozent), bei den Frauen die Deutschen (9 Prozent). Bei der dritthäufigsten Nationalität ist das Verhältnis gerade umgekehrt: Bei den Männern sind es die Deutschen (12 Prozent), bei den Frauen die Italienerinnen (9 Prozent).

Legende:
Staatsangehörigkeit der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Personen ab 15 Jahre BFS

Ein Drittel der Migranten mit Schweizer Pass

Die Daten zum Migrationsstatus stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE), die nur Personen ab 15 Jahren erfasst. Von den rund 1,2 Millionen Kindern bis 14 Jahre sind lediglich der Geburtsort und die Nationalität bekannt.

So besitzen fast drei Viertel (72 Prozent) von ihnen den Schweizer Pass und sind in der Schweiz geboren. Das verbleibende Viertel ist entweder im Ausland geboren (10 Prozent) oder in der Schweiz geboren und ausländischer Staatsangehörigkeit (18 Prozent).

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Es wäre von Interessant wie hoch der islamische Anteil in Prozent ist.In der Geschichte haben Religionen ab 20Prozent immer zu Veränderung geführt.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Und noch immer fragt man sich, wieso sich die Landbevölkerung gegen Massenzuwanderung stemmt, wo sie doch viel weniger Ausländer um sich hat als die Stadt- und Agglobevölkerung. Dabei findet sie doch einfach nur noch eine Mehrheit in der einheimischen Bevölkerung. Eben die, die über den Tellerrand guckt. Wenn dann das Mittelland total zugepflastert ist, wird sich das Blatt wenden.
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  • Kommentar von S. Steiner (Scott)
    Die Schweizer mit Migrationshintergrund sind ausnahmslos Doppelbürger, denn jeder darf seine ursprüngliche Nationalität behalten. Ohne diese "Fünfer und Weggli"-Möglichkeit gäbe es massiv weniger Einbürgerungen. In den Zeitungen liest man dann immer wieder über die Schweizer Täter mit ausländischen Wurzeln. In Tat und Wahrheit sind sie aber Xxxxx-Schweizerische Doppelbürger. Haben wir kein Recht auf unverfälschte Berichterstattung?
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    1. Antwort von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
      Was Sie da schreiben, ist ein ausgekochter Blödsinn! Viele der Leute mit Migrationshintergund haben diesen aus dem benachbarten Ausland. Beispiel Basel, wo die meisten eine Verwandtschaft mit dem angrenzenden Ausland hat. Und wenn Sie sich die Kriminalitätsstatistik ansehen, dann finden Sie unter den Schweizern eine höhere Kriminalitätsrate, als bei den Deutschen in der Schweiz.
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    2. Antwort von S. Steiner (Scott)
      @Lucas Kunz: In meinem Kommentar ist die Rede von Schweizer Bürgern mit Migrationshintergrund und nicht von Deutschen, die bei uns leben. Zudem habe ich mit keinem Wort behauptet, dass Personen mit Migrationshintergrund oder speziell Deutsche krimineller seien als Schweizer. Wer lesen kann, ist durchwegs im Vorteil. Ihre Aussage allerdings, dass Schweizer krimineller sind als Deutsche, finde ich sehr rassistisch. Aber das ist ja OK, wenn's nur Schweizer trifft.
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    3. Antwort von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
      @ S. Steiner, Ich beziehe mich auf eine Statistik, die das SRF in den letzten beiden Jahren mal veröffentlicht hatte - wonach die Kriminalitätsrate prozentual bei Schweizern höher als bei Deutschen in der CH ist. Fakt, und nichts rassistisch. Hingegen kann man Ihren Beitrag oben durchaus als rassistisch ansehen. Des weiteren, wonach BürgerInnen mit Migrationshintergrund "ausnahmslos" Doppelbürger sein sollten, stimmt definitiv nicht.
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