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Schweiz Bevölkerung von Le Locle stürzt sich auf Gratiswasser

Nachdem rund 1000 Personen wegen Kolibakterien im Leitungswasser erkrankten, hat die Gemeinde Le Locle (NE) gratis Wasserflaschen verteilt. Die Aktion führte zu verstopften Strassen wegen des grossen Andrangs. Nun meldet auch eine Walliser Gemeinde, dass ihr Trinkwasser derzeit ungeniessbar ist.

Legende: Video Verschmutztes Trinkwasser in Le Locle abspielen. Laufzeit 0:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.07.2015.

Die Stadt Le Locle (NE) hat damit begonnen, Trinkwasser an die Bevölkerung abzugeben. Diese stürzte sich regelrecht auf die Sechserpackungen, die ab 7.30 Uhr gratis verteilt wurden. In der Umgebung der Stadtwerke kam es deshalb zu verstopften Strassen. Die meisten Bewohner waren mit dem Auto zur Verteilerstelle gefahren.

Die städtische Kommunikationsbeauftragte zeigte sich vom Ansturm überrascht: In weniger als drei Stunden wurden 3'000 Flaschen verteilt, insgesamt 4'500 Liter. Als Nachschub wurden weitere 3'000 Flaschen bestellt.Wer das Wasser nicht selber tragen oder im Auto abholen kann, bekommt es auf Anfrage nach Hause geliefert.

Ursache der Verschmutzung unklar

Die Verteilaktion war nötig geworden, weil das Trinkwasser in der Region Le Locle in den vergangenen Tagen durch Kolibakterien verschmutzt worden war. Rund 1000 Personen erkrankten an Magen-Darm-Infektionen. Leitungswasser muss deshalb weiterhin abgekocht werden. Die Ursache der Verschmutzung ist noch unklar.

Auch im Unterwallis meldet eine Gemeinde Bakterien im Leitungswasser: In St-Maurice haben die lokalen Behörden nun mit der Reinigung des betroffenen Netzes begonnen. Ursache der Verschmutzung ist ein Problem bei der Kläranlage. Die Bevölkerung wird gebeten, das Leitungswasser abzukochen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von JB Chardin, Basel
    Die Ursache sei noch unklar .... Leute, von woher kommen wohl die Kolibaktierien? Vom Mars, oder nicht doch von oder aus der Landwirtschaft?
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    1. Antwort von Reto v.Gunten, Thun
      Das heist es immer. Und am Ende ist es immer die Landwirtschaft. Wann kapiert endlich auch die Schweiz, dass man Wasser viel besser schützen muss? Mit einer Vergärung mittels Bakterien und ständiger Belüftung wäre die Gülle schon viel weniger eine Sauerei. Aber der Ätti hat`s halt auch immer so gemacht..
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    2. Antwort von W. Pip, Züri
      Ungeachtet, dass man generell mit Gülle weitsichtiger sein könnte, lassen wir die Kirche doch mal im Dorf: Welches Land hat durchgehend eine qualitativ so exzellente Wasserversorgung wie wir? Wann hat es das letzte Mal einen solchen Zwischenfall gegeben? Wann hat es im karstigen Jura das letzte Mal derart viel geregnet? - Eben... Einfach nur dumm gelaufen und (fast) nichts passiert.
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    3. Antwort von JB Chardin, Basel
      @ W. Pip, weshalb eigentlich immer ablenken? Haben Sie Belege für Ihre Aussage? Meist sind solche Aussagen, wie der Ihrer, einfach aus dem hohlen Bauch heraus gemacht ... Hat es in der Schweiz nicht gar Seen, die künstlich belüftet werden müssen, aufgrund der Einträge aus der Landwirtschaft? Also sooo gut kann das Trinkwasser dann überall auch nicht sein!
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