Bewegung im kantonalen Kräfteverhältnis

Welcher Kanton 2014 wie viel Ausgleichzahlungen erhält, ist ermittelt. Die Zahlen zeigen: während viele der bisher schwachen Kantone aufholen konnten, geht es den starken Kantonen weniger gut.

Kuppel des Bundeshauses.

Bildlegende: Insgesamt fliessen 2014 über 4 Milliarden Franken in den Finanzausgleich. Keystone

Das Kräfteverhältnis beim Finanzausgleich wird sich 2014 leicht verändern. Dies geht aus den provisorischen Zahlen der Eidgenössischen Finanzverwaltung hervor. Zwischen Zahler und Nehmer gab es dabei keinen Wechsel. Noch immer sind die neun netto-zahlenden Kantone und die siebzehn netto-beziehenden dieselben. Die Kantone können nun noch Stellung zu den Zahlen beziehen.

Basel-Landschaft holt auf

Insgesamt hat sich die Mehrheit der Ressourcenstarken Kantone verschlechtert – und zwar stehen sechs von deren zehn wirtschaftlich schlechter da. Dafür konnten sich von den bisher 16 schwächeren Kantonen rund 12 verbessern.

Der Kanton Basel-Landschaft gehört wieder zu der Gruppe der ressourcenstarken Kantone und auch Appenzell-Ausserrhoden konnte wirtschaftlich aufholen. Am meisten zurück gingen die Ressourcen in Basel-Stadt.

Insgesamt stellen der Bund und die ressourcenstarken Kantone 3,73 Milliarden Franken für die ressourcenschwächeren Kantone zur Verfügung. Der Betrag ist damit 0,8 Prozent höher als im Vorjahr.

Zusätzlich zu den Ausgleichszahlungen erhalten Kantone mit Sonderlasten vom Bund 726 Millionen Franken. Das Geld geht an Kantone, die durch ihre Bevölkerungsstruktur, Zentrumsfunktion oder der geografischen Lage übermässig belastet sind.

Der Betrag für den Härteausgleich blieb zum Vorjahr unverändert und beträgt 359 Millionen Franken. Der Härteausgleich soll den Wechsel vom alten Finanzausgleich ins neue Ausgleichssystem abfedern.

Bern ist Spitzenbezüger

Am meisten aus dem Geldtopf erhält 2014 der Kanton Bern, mit rund 1,23 Milliarden Franken. Das sind 68 Millionen mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle folgt der Kanton Wallis mit 513 Millionen und Freiburg mit 443 Millionen Franken.

Etwas weniger als im Vorjahr, aber immer noch am meisten wird Zürich mit 367 Millionen in den kantonalen Ausgleich einzahlen. Zu den grössten Zahlern gehören auch Zug mit 279,5 Millionen gefolgt von Genf mit 270 Millionen.

Zahlen pro Kopf zeigen anderes Bild

Etwas anders sieht die Situation aus, wenn man die Bezüge und die Einzahlungen mit den Zahlen der Wohnbevölkerung vergleicht. Dann erhält der Kanton Uri mit seinen 36‘000 Einwohnern am meisten. Es folgen Jura, Glarus, Wallis, Freiburg und erst dann Bern. Pro Kopf bemessen bezahlen die Bewohner des Kantons Zug am meisten in den kantonalen Ausgleich.