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Wirtschaft im Fokus Beziehungspflege in Russland

Legende: Video «Schneider-Ammann in Moskau» abspielen. Laufzeit 1:46 Minuten.
Vom 10.07.2017.
  • Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist heute nach Russland gereist.
  • Er hat in Moskau den stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Igor Schuwalow getroffen.
  • Begleitet wird der Bundesrat von Schweizer Wirtschaftsvertretern.

Das Gespräch zwischen Schneider-Ammann und Schuwalow habe rund eineinhalb Stunden gedauert und sei auf sehr offene Art geführt worden, hiess es aus dem Wirtschaftsdepartement.

Thema sei die wirtschaftliche Situation der beiden Länder gewesen. Schuwalow zeigte sich dabei zuversichtlich und sah die russische Wirtschaft auf gutem Weg, nach schwierigen Jahren wieder in Gang zu kommen. Zudem kam die Digitalisierung zur Sprache. Dabei soll insbesondere bei der Bildung mehr getan werden.

Hohe Hürden für Schweizer Unternehmen

Die Delegation, die Schneider-Ammann auf der Reise begleitet, konnte bei dem Treffen ihre Schwierigkeiten auf dem russischen Markt darlegen. Die Russen verlangen, dass ausländische Unternehmen einen grösseren Teil ihrer Produktion nach Russland verlegen. Aber die Anforderungen an die Ansiedlung werden von den Wirtschaftsvertretern als zu hoch angesehen, zudem sollen sie zu schnell erfolgen.

Auch der Marktzugang im öffentlichen Sektor bereitet den Unternehmen Probleme. Mehrere Vorschriften schliessen Schweizer und ausländische Unternehmen bei öffentlichen Vergaben aus.

Weitere Treffen am Dienstag

Am Dienstag trifft Schneider-Ammann voraussichtlich den russischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung sowie den Industrieminister treffen.

Mit der Russland-Reise holt das Wirtschaftsdepartement einen ursprünglich für 2014 geplanten Besuch nach. Damals begründete Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Absage mit dem Ukraine-Konflikt.

21 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Keel (S. Keel)
    @Herr Waeden: Ich vermute, dass Sie stark beeinflusst sind durch die russische Propaganda. Den eigenen Krieg gegen die Ukraine als Bürgerkrieg darzustellen, ist das Ziel der russischen Propaganda und somit Teil der russischen Kriegsführung. Achten wir also bitte sorgfältig darauf, welchen Quellen wir glauben!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Da vermuten Sie aber ganz falsch! Als kritischer Mensch betrachte ich lediglich einfach immer beide Seiten ganz genau & verfolge Geschichten, wenn sie mich interessieren von Anfang an. Diese "neue" Geschichte um die Ukraine gehörte eben auch dazu. Zusammen mit Russland hätte Europa zur 3. Weltmacht werden können. Russland sich sehr gegen den Westen hin geöffnet hatte, war man auf einem guten Weg. Logischerweise waren die Amis nicht begeistert davon.
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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Seit ihr wieder auf negatives gegen Russland, das Ukraineproblem ist von den USA angezettelt worden und nicht von den Russen, aber das vergisst man im westlichen Meanstream tunlichst.
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  • Kommentar von Kurt Meier (Kurt3)
    Die Russen verlangen , dass ausländische Unternehmen, einen größeren Teil ihrer Produktion nach Russland verlegen . Wahrhaft sehr vorteilhafte Bedingungen für die Schweiz. Hauptsache , man hat ein wenig geplaudert. Und JSA bekommt dafür noch Lob .
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